«Dass die Verenaschlucht gesperrt ist, hat viele Reaktionen ausgelöst», sagt Gian-Andrea Lombris. Der Forstbetriebsleiter der Bürgergemeinde Solothurn hat den beliebten Spazierweg eine ganze Woche lang schliessen müssen. Die Gründe dafür sind einfach. Der nasse Schnee im letzten Dezember hat einige Bäume zu Boden gebracht. Diese lagen teils über dem Weg und teils im Verenabach. Den Weg machte man zwar so schnell wie möglich wieder frei, das Holz im Bachbett dagegen blieb liegen.

Das konnte aber nur eine vorübergehende Situation sein. «Bei den starken Regenfällen Anfang Mai gab es bereits Verklausungen», erklärt Lombris. Geschiebe, Äste und Blätter blieben an den Baumstämmen hängen und stauten das Wasser. Doch diese dadurch entstandenen Dämme können jederzeit brechen. Damit bestand auch Gefahr für die Häuser unterhalb der Verenaschlucht.

Muskelkraft war gefragt

In einer konzentrierten Aktion sorgten die Bürgergemeinde Solothurn, die Einwohnergemeinde Rüttenen und die Regionale Zivilschutzorganisation Solothurn nun für Ordnung. Spezialisten schlugen das Holz an den gefährlichen Stellen. Doch in der steilen, kaum befahrbaren Verenaschlucht braucht es vor allem Muskelkraft. Die stellte der Zivilschutz, der mit über 20 Mann im Einsatz war.

Nachdem sie die Brücken über den Bach verstärkt hatten, konnten die Männer zusätzlich mit einem kleinen, leichten Bagger anrücken, das geschlagene Holz aus der Schlucht bringen und auch den beschädigten Weg reparieren. Zudem wurde der Bach nicht nur von Schwemmholz, sondern auch von Unrat befreit. «Die Männer waren sehr motiviert im Einsatz», schwärmt Lombris.

Weitere Schliessung absehbar

Jetzt erinnern nur noch Holzschnitzel auf dem Boden an die Aufräumaktion in der Verenaschlucht. Trotzdem muss man damit rechnen, dass die Schlucht in absehbarer Zeit noch einmal geschlossen wird. Der Grund für diese Massnahme: Das Eschentriebsterben wütet auch in den Wäldern der Bürgergemeinde Solothurn. Die befallenen Bäume wird man zu einem späteren Zeitpunkt entfernen müssen. «Auch für diese Aktion ist ein Einbezug des Zivilschutzes nicht ausgeschlossen», meint Forstbetriebsmeister Gian Andrea Lombris schon jetzt.