Badi Solothurn

Zehn-Quadrat­meter-Regelung aufgehoben: Jetzt dürfen wieder alle gleichzeitig baden

Noch ist das ein Bild der Vergangenheit: Auch nach den neuen Massnahmen bleibt der Sprungturm geschlossen.

Noch ist das ein Bild der Vergangenheit: Auch nach den neuen Massnahmen bleibt der Sprungturm geschlossen.

Der Badebetrieb im Solothurner Freibad an der Aare wird stückweise normalisiert – manches bleibt aber noch ausserordentlich.

«Rechtzeitig auf die Sommerferien hin wird die Besucherzahl im Freibad Solothurn nicht mehr begrenzt», meldet das Hochbauamt der Stadt. Ab morgen, 4. Juli, kehrt wieder ein wenig Normalität ins Freibad zurück. Die neuen Massnahmen basieren auf der bundesrätlichen Verordnung vom 19. Juni, die auch die Zehn-Quadrat­meter-Regelung aufhebt. So gibt es neu keine maximale Anzahl Badender im Becken.

Das Freibad ist offen, die Besucher blieben zu Hause

Seit dem 6. Juni ist das Freibad wieder geöffnet, nachdem es coronabedingt geschlossen wurde. Bislang durften aber nur 1900 Personen gleichzeitig in die Badi. Dies sei aber kein Problem gewesen und es musste auch niemand weggewiesen werden, weiss Lukas Reichmuth, Chef Hochbau. Denn die Besucherzahlen blieben bescheiden. Nur gerade 1200 Badebegeisterte konnten an Spitzentagen verzeichnet werden. Im Vergleich: 5500 Eintritte an einem Tag konnte das Schwimmbad in der Vergangenheit aufweisen, insgesamt 3500 Personen können sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Wieso die Besucherzahlen so zurückgegangen sind, kann sich Reichmuth nur bedingt erklären, aber: «Gewisse ältere Stammgäste vermissen wir noch.»

So wagt er, keine Prognose für die Sommerferien abzugeben. Normalerweise seien die Sommerferien eher ruhigere Zeiten, da viele verreisen. Doch dieses Jahr sind es andere Umstände. «Es kann sein, dass die Leute in der Schweiz ihre Ferien verbringen, aber nicht in der Stadt Solothurn», mutmasst Reichmuth.

«Wir verlassen uns auf den Bundesrat»

Unbegrenzte Besucherzahlen, geöffnete Saisonkabinen und keine Beschränkungen im Wasser, eine weitgehende Rückkehr zur Normalität. Ob dies so bleibt, macht Reichmuth vom Bund abhängig: «Wir verlassen uns auf den Bundesrat.» Werden wieder Einschränkungen angesichts steigender Infektionszahlen erlassen, werde sofort reagiert.

Auch wolle man kein «Contact-Tracing» – das Aufnehmen und Rückverfolgen der Kontakte – einführen. Dies sei in der Badeanstalt nicht praktikabel und ausserdem nicht Vorschrift. Würde man alle Daten der Besucher aufnehmen, gäbe das eine lange Schlange im Eingangsbereich, was wiederum ein Ansteckungsrisiko bedeute. Wer dann mit wem Kontakt im Bad gehabt habe, sei zuletzt auch gar nicht zu eruieren.

Die Besucher werden weiterhin angehalten, Abstand zu halten und die Hygieneregeln einzuhalten. «Die Bademeister haben aber, neben der Badeaufsicht, keine Zeit, Polizist zu spielen», sagt Lukas Reichmuth. Bis jetzt sei das gut gegangen. Die langen Wartezeiten bei der Kasse und die geschlossenen Saisonkabinen haben zwar für Unmut gesorgt. Diese Hindernisse gibt es ab morgen Samstag nicht mehr. Die Abgrenzungsgitter am Eingang wurden schon entfernt und die Saisonkabinen werden an die letztjährigen Mieter vergeben. Nur: Der Sprungturm bleibt weiterhin geschlossen. Denn die Leiter, die auf den Turm führt, kann nicht desinfiziert werden.

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