11395 Stimmen erhielt der 39-jährige Rechtsanwalt und Notar aus Solothurn. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,8 Prozent, das absolute Mehr betrug 9353 Stimmen.

Sein 55-jähriger Konkurrent Herbert Bracher holte 6713 Stimmen.

In Solothurn, der Wohngemeinde beider Kandidaten, stimmten 54,75 Prozent für Derendinger.

Der 39-Jährige geht davon aus, dass für das insgesamt doch sehr klare Ergebnis sein Bekanntheitsgrad den Ausschlag gegeben hat, wie er im Videointerview sagt.

Der Verlierer Herbert Bracher gibt sich trotz allem zufrieden. «Ich habe weit über die SP Stimmen geholt», sagt er. Er bedauert jedoch, «dass die Bevölkerung der politischen Linie gefolgt ist».

Herbert Bracher (SP) zu seiner Niederlage im Rennen ums Amtsgerichtspräsidium

Herbert Bracher (SP) zu seiner Niederlage

Er bittet Derendinger, der als Kantons- und Gemeinderat tätig ist, sich «ausschliesslich in den Dienst des Rechts und der Rechtsuchenden zu stellen und von sämtlichen politischen Ämtern, insbesondere demjenigen als Exekutivmitglied der Stadt Solothurn, zurückzutreten».

Ob Derendinger diesem Wunsch nachkommt, lässt dieser noch offen. «Ich werde die Situation jetzt analysieren», sagt er. Es gebe mehrere Beispiele von Amtsgerichtspräsidenten, die noch politisch tätig seien. Deshalb könne er sich gut vorstellen, das Amt weiterzuführen.

Yves Derendinger (FDP) zu seiner Wahl zum Amtsgerichtspräsidenten

Yves Derendinger (FDP) zu seiner Wahl zum Amtsgerichtspräsidenten

Bereits entschieden hat der frischgewählte Amtsgerichtspräsident, als Kantonsrat aufzuhören und seine Anwaltskanzlei aufzugeben. (ldu)