HESO-Nachtleben

Wo die Party an der HESO ihre Grenzen auslotet

«Ja das ist vielleicht ein bisschen bös formuliert, aber richtig.» Markus Moerler, erstmals an der HESO mit dem Festzelt «Zur Schanze» dabei, reagiert so auf unsere Feststellung: Man nehme ein Zelt, es gibt was zu trinken und die Leute wollen rein.

Nun, so einfach hats Moerler nicht: Er darf keinen Eintritt verlangen, muss warmes Essen anbieten «und ich darf von den Auflagen her keine ‹Bumm-Bumm-Party‹ machen.» Und kann trotzdem damit leben, auch wenn er in den grossen Fussstapfen von HESO-Party-Papst Urs Bucher Fuss fassen muss.

«Es dauert vielleicht zwei, drei Jahre, bis die Leute das Röschti-Huus von Bucher aus den Köpfen haben.» So war es in der Startnacht in Moerlers Zelt noch verdächtig ruhig, am Samstag platzte es dann aus allen Nähten. «Und am Sonntag begann dann auch das Essen zu laufen, da hatten wir unseren bisher besten Tag, verweist der «Eleven»-Betreiber auf die warme Küche ab 11 Uhr im Zelt.

Eintritt und kein Eintritt

Nun, abends baut Moerler dann doch auf bewährte Stimmungskanonen wie gestern Nacht auf die «Blaumeisen» – Schlager, Hits und Liveauftritte halt. Und so war am Samstag Gedränge angesagt – was allerdings auch vor dem Grizzly-Saloon oder den Schwingerzelt zu beobachten war.

Moerler glaubt dagegen, dass sonstige Gäste vom Nightstyle nebenan zu ihm «abgewandert» seien. Und kommt damit auf den Faktor Eintritt zu sprechen, den Harri Kunz im «Nightstyle» erhebt, erheben darf und auch will. Markus Moerler:

«Ich kann mit der Auflage, keinen Eintritt verlangen zu dürfen, leben. Meiner Meinung nach sollte an einem Volksfest wie der HESO, die selbst gratis ist, auch in Festzelten wie meinem kein Eintritt verlangt werden.

Das sieht Harri Kunz grundsätzlich anders: Er möchte die Qualität mit guten Livebands und einem entsprechend guten Publikum halten – «und das kann man nur über einen Eintritt finanzieren und steuern.»

Denn einfach sei es nicht, über neun Abende hinweg ein hochstehendes Programm zu bieten. «Sonntag, Montag und Dienstag sind schwierige Tage», weiss Kunz aus Erfahrung, der dann jeweils Spezialabende für Firmen oder Institutionen wie heuer den Kiwanis Club organisiert.

Kein «Chäferfescht» mehr

«Judihui-Stimmung» satt gibts zwar immer noch im Schanzengraben, aber das «Chefifleisch» der Kategorie U 18 oder noch jünger wie damals in den neunziger Jahren hat an der HESO eher schlechte Karten.

Im «Nightstyle» gilt eh «ab 25 ist man dabei» und Markus Moerler zieht schon aus «Eleven»-Erfahrungen das Motto «18 musst Du sein!» durch – so werden auch jüngere Gäste mit Eltern ab 22 Uhr aus dem Zelt verwiesen.»

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