Solothurn

«Wir wären froh um eine coole Nachfolgelösung»: Die Heinz Bar steht zum Verkauf

Die Inhaber der Heinz Bar suchen Nachfolger.

Die Inhaber der Heinz Bar suchen Nachfolger.

Alexander Schneider und Viktor Käser verkaufen die Heinz Bar. Der Grund dafür ist aber nicht in der momentanen Krise zu suchen.

Es wurde bereits hier und da gemunkelt. Nun bestätigen die beiden Inhaber Alexander Schneider und Viktor Käser: Die Heinz Bar an der St. Urbangasse soll nach rund drei Jahren verkauft werden. «Es ist eigentlich a-typisch, was wir vorhaben», sagen die beiden an einem kürzlich erfolgten Telefongespräch lachend, als sie nach dem Grund gefragt werden. A-typisch, weil es sowohl um die Inhaber als auch um die beliebte Gin-Bar finanziell eigentlich gut steht. «Wir behaupten mal, dass der Standort an der St. Urbangasse in den vergangenen zehn Jahren noch nie so gut gelaufen ist wie jetzt.»

Und auch die wirtschaftliche Krise, die auf die Pandemie folgte, konnte der Bar nur wenig anhaben. Einerseits sei ihnen der Vermieter mit dem Mietzins entgegengekommen, sodass die Inhaber in keine finanziellen Engpässe gekommen seien. Andererseits habe die Bar während des Lockdowns weitere Unterstützung in Form von gekauften Gutscheinen von ihren Gästen erhalten. Und auch seit der Wiedereröffnung laufe der Betrieb sehr gut, wenn nicht besser als vorher, wie die Inhaber sagen. «Die Gäste waren sehr motiviert und sehr durstig.»

Der Grund für den Verkauf ist daher woanders zu suchen, wie Schneider und Käser weiter ausführen. «Wir haben beide parallel viele Sachen am Laufen.» Hauptberuflich widmen sich die beiden ihrer Marketingagentur «Hofmarschall» und betreiben die Bar «Karel Korner» in der Stadt Luzern. Gleichzeitig produziert und vertreibt Alexander Schneider mit seinem Unternehmen Renkei AG die Naturseifen «Sekken» und Käser betreibt das Catering-Unternehmen «Room Service». «Weil wir überall mit 150 Prozent dabei sind, wurde es langsam zeitlich eng.» Seit Anfang Jahr denken die beiden daher bereits im gegenseitigen Gespräch darüber nach, die Bar zu verkaufen. Man habe sich entschieden, den Fokus auf die Unternehmen zu richten, die am meisten wachsen.

«Viel mehr aus dem Standort herausholen»

«Es hat aber sehr viel Spass gemacht, für die Heinz Bar zu arbeiten. Wir haben es geschafft, die Leute von der Aare in die Gassen der Stadt zu locken», sagen die beiden. Es sei ihnen wichtig, dass auch die Nachfolger Spass an der Arbeit haben und die Bar mit ebenso viel Herzblut führen. Einen Anwärter gebe es momentan allerdings noch nicht. «Wir wären froh um eine coole Nachfolgelösung», sagen die beiden.

Denkbar wäre für sie auch die Weiterführung des Labels «Heinz Bar». «Wir konnten mit unserem Konzept ein Ausrufezeichen setzen und es wäre schön, wenn das jemand weitermacht.» Idealerweise, so stellen die Inhaber sich das vor, sei ein Kollektiv aus mehreren jungen Leuten, die sich leidenschaftlich für die Bar engagieren würden. «Sie könnten sehr viel mehr aus dem Standort herausholen», sagen sie und bringen als Beispiel das Mittagsgeschäft, das man neu aufziehen könnte. Auch bei den Öffnungszeiten bestehe noch viel Luft nach oben, da die Bar Stand jetzt nur an drei Abenden geöffnet ist.

Bis die Nachfolge geregelt ist, bleibt die Bar aber wie bisher üblich offen. Spätestens in einem Jahr wollen die Inhaber dann aber so weit sein, das Zepter zu übergeben.

Kontakt: amt@hofmarschall.ch

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