Dark Haus Solothurn
«Wir sind überrascht»: Schon rund 100 Tattoos sind im Rahmen der Spendenaktion für Bars entstanden

Am Montag ist die Corona-Spendenaktion für Solothurner Bars des Tattoo-Studios Dark Haus gestartet. Etliche Leute haben Termine vereinbart. Auch nächste Woche wird noch tätowiert.

Laura Hofmann
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Das Tattoo-Studio Dark Haus hat eine Spendenaktion für die Gastronomie in der Coronakrise organisiert.

Das Tattoo-Studio Dark Haus hat eine Spendenaktion für die Gastronomie in der Coronakrise organisiert.

zvg

Seit Montag kann man sich im Tattoo Studio Dark Haus in der Solothurner Altstadt ein Tattoo stechen lassen und 70 Prozent des Preises werden anschliessend an ausgewählte Bars in der Stadt gespendet. Für die Solidaritätsaktion hat das Studio verschiedene Motive zur Verfügung gestellt. Es können auch selbst Designs gewählt werden, welche jedoch früh genug dem Studio gemeldet werden müssen.

Wie Jörg Leuenberger, Mitinhaber des Studios Dark Haus, auf Anfrage mitteilt, wurden bis Stand Donnerstag rund 68 Tattoos gestochen. «Bis Ende der Woche werden es jedoch bis zu 100 sein», wie er hinzufügt. Da es Leute gab, die unbedingt bei der Aktion mitmachen wollten und kein freier Termin passte, werden auch in der nächsten Woche noch weitere Tattoos gestochen. Das Studio nehme ab nächster Woche jedoch auch wieder seine normalen Termine auf, so Leuenberger.

Das Studioteam verfolge weiterhin das Ziel, 120 Tattoos zuhanden der Aktion zu stechen. «Ich nehme an, mit den Terminen in der nächsten Woche werden wir dies erreichen», fügt Leuenberger hinzu.

Menge war schwer einzuschätzen

Dass es Leute gibt, die an der Aktion Freude haben, hat das Studio schon erwartet. «Wir konnten jedoch nicht einschätzen, ob sich 30 oder über 100 für einen Termin melden», so Leuenberger.

Über 100 haben man sich jedoch gewünscht, da so auch ein beträchtlicher Betrag für die Bars zusammenkommen würde. «Wir sind schon überrascht, dass die Anteilnahme so gross ist und die Leute begeistert sind». Wie der Mitinhaber weiter mitteilt, habe es auch eine Person gegeben, die einen Batzen gespendet habe, ohne sich ein Tattoo stechen zu lassen.

Kein Bar-Logo wurde gewählt

Von den rund 68 Kunden, welche bis Donnerstag bei der Solidaritätsaktion mitmachten, haben etwa 50 Prozent eines der vorgegebenen Motive ausgewählt. Die restlichen haben entweder ein eigenes Design vorgelegt oder eines abgeändert. «Wenn eine unserer Vorlagen von mehr als einem Kunden gewählt wird, passen wird es automatisch immer leicht ant», so der Mitinhaber. Dadurch gibt es nie identische Tattoos.

Auf die Frage, welche Motive bevorzugt wurden, antwortet Leuenberger: «Viele haben sich eine Lotusblume oder einen Schmetterling stechen lassen». Das Logo von einer Bar habe sich bis jetzt jedoch noch niemand ausgewählt.

Warum steht ein «h» in Solheure-ität?

An dieser Spendenaktion sind das Café & Bar Barock, gassbar, No 19, Heinz, the shipyards pub, Dock, Red John Irish Pub, Cafébar Landhaus und Santas Oase beteiligt. Das Solheure jedoch nicht. Warum steht nun also ein «h» in Solheure-ität?

Wie Jörg Leuenberger erwähnt, habe man den Namen einfach einmal so aufgesetzt. «Vom Wortspiel her hat es gepasst. Das Wort Soleure ist gang und gäbe in Solothurn und man hört es oft», fügt er am Schluss hinzu.

Das Dark Haus Studio hat Mithilfe der hohen Anteilnahme der Bevölkerung erreicht, in der aktuellen Lage etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Mit den Beträgen der bereits gestochenen und noch anstehenden Tattoos wird ein beträchtlicher Betrag zur Unterstützung der ausgewählten Bars zusammenkommen.