Solothurn
«Wir können sicher weniger Besucher begrüssen»: Der Kunstsupermarkt findet unter Coronaregeln statt

Schon seit 21 Jahren gibt es den Kunstsupermarkt für den kleineren Geldbeutel. Diesmal unter Coronaregeln.

Fränzi Zwahlen-Saner
Drucken
Teilen
Kurz vor der Eröffnung werden noch letzte Vorbereitungen getroffen
16 Bilder
Zum Coronaschutzkonzept gehören auch Plexiglasscheiben
Viele Bilderrahmen stehen bereit
Peter Lukas Meier, Organisator des Kunstsupermarktes

Kurz vor der Eröffnung werden noch letzte Vorbereitungen getroffen

Hanspeter Bärtschi

«Mehr Platz. Das ist Corona geschuldet und tut dem Ganzen gut», sagt der Initiant und Leiter des Kunstsupermarktes Solothurn, Peter Lukas Meier, an­gesprochen auf wichtigste Veränderung seiner Veranstaltung aufgrund von Corona. «Eine Absage stand aber nie zur Diskussion», führt er weiter aus und sagt: «Wir beginnen jeweils im Januar schon wieder mit der Organisation der kommenden Ausgabe im November.

Die Künstler können sich bis Ende Februar bewerben und im März wählen wir sie jeweils aus. Damals hofften wir, dass es ein normaler Herbst wird und die Künstler arbeiteten wie üblich auf den Kunstsupermarkt hin. Und so wollten wir nicht ab­sagen, sondern konnten ein Schutzkonzept ausarbeiten, das nun allen gerecht wird.»

Schutzkonzept fordert limitierten Zugang

Und dieses sieht folgendermassen aus: «Online vergeben wir 30 Gratistickets jeweils für ein Zeitfenster von zwei Stunden. Aufgrund der Grösse der Rothushalle können wir dann nochmals rund zehn Personen, die spontan anreisen, hineinlassen. Alle Besucher – ob online gemeldet oder spontane – müssen ihre Kontaktdaten angeben, die dann aber nach zwei Wochen wieder gelöscht werden», so Meier weiter. Und überall in der Halle sind Händedesinfektionsstellen vorhanden.

Es wird also eine Eingangs- und Ausgangskontrolle durchgeführt. «Es ist und bewusst, dass wir dadurch sicher weniger Besucher begrüssen können. Ich prognostiziere rund ein Drittel weniger», gibt sich Meier realistisch.

Dennoch – die Künstler sind natürlich sehr froh, dass der Kunstsupermarkt überhaupt stattfindet, denn ihnen brachen in diesem Jahr viele Einkünfte – andere Einzel- oder Gruppenausstellungen, Märkte und andere Präsentationsmöglichkeiten – weg. Das spürte Meier auch insofern, als dass er dieses Jahr viele Bewerbungen fürs Mitmachen beim Kunstsupermarkt bekam.

Das Konzept bleibt das gleiche

Am Konzept des Kunstsupermarktes hat sich indessen nichts geändert: In 93 Kisten sind dieses Jahr Arbeiten von 122 Künstlerinnen und Künstlern zu finden. Es sind zum Start je zehn Bilder in den Preiskategorien 99, 199, 399 und 599 Franken vorhanden. «Wir sind bemüht, jedes Jahr eine breite Palette von Kunstrichtungen und Künstlerpersönlichkeiten zu präsentieren. Dieses Jahr sind 25 neue Namen zu entdecken», so Meier.

Auf die Frage, nach welchen Kriterien denn die Künstler eigentlich ausgewählt werden, sagt er: «Inzwischen wissen wir, welcher Mix funktioniert. Wir sind aber immer auf der Suche nach dem Neuen, Speziellen. Es hat Profis darunter, aber auch Pensionierte, die endlich ihrem Hobby frönen, oder noch Junge, frisch á la bildende Künstler Ausgebildete.»

Zum ersten Mal präsentiert der Kunstsupermarkt einen kleinen Bereich, in welchem junge Kunstschaffende aus Barcelona ihre Arbeiten zeigen können. «In Barcelona ist der Kunstsupermarkt auch entstanden. Also eine kleine Hommage.»

Hinweis:

Der Kunstsupermarkt dauert bis zum 10. Januar 2021

Aktuelle Nachrichten