Solothurn
«Wir hätten gern wieder einen Schaalgasse-Metzger gehabt»

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Für Hans-Rudolf Wenger wurde ein Nachfolger gesucht. Die Pferdemetzgerei ist nun Geschichte. (Archiv)

Für Hans-Rudolf Wenger wurde ein Nachfolger gesucht. Die Pferdemetzgerei ist nun Geschichte. (Archiv)

Wolfgang Wagmann

Bei der Vergabe der Pferdemetzgerei an der Schaalgasse durch die Stadt Solothurn im letzten Jahr war auch ein Metzger aus Grenchen im Rennen. Er sei jedoch aufgrund seines Alters von 58 Jahren nicht berücksichtigt worden. So war es auch im Stadtbummel von vergangenen Freitag zu lesen.

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich nun Stadtpräsident Kurt Fluri entschieden: «Bei der Ausschreibung dieses Ladenlokals hatten wir nur eine einzige abschliessende Interessentin, die jetzige Mieterin. Alle anderen, welche sich während des Ausschreibungsprozesses nach dem Ladenlokal erkundigt hatten, erteilten uns eine Absage, deshalb erhielt der Zuschlag die jetzige Mieterin.» Der betreffende Metzger, er hatte früher einen Betrieb in Bettlach, sei zwar anfangs unter den Interessenten gewesen und habe sich das Ladenlokal angesehen, sich daraufhin aber zurückgezogen», betont der Stadtpräsident. «Er hat sich dann aber wieder gemeldet, allerdings erst nach unserer Zusage an die jetzige Mieterin.»

Weiter stellt Fluri klar, man hätte sehr gerne weiterhin eine Metzgerei an der Schaalgasse gehabt – immerhin war er selbst regelmässiger Kunde der «Rossmetzg» gewesen. Der potenzielle Mieter selbst hatte sich nach seinen Aussagen mit der vorherigen Betreiberfirma und Mietpartei zur Übernahme des Inventars geeinigt – er wollte das Geschäft wie bisher als Pferdemetzgerei weiterführen. (szr)