Von allem etwas: Diesem Motto wurde der vergangene Monat gerecht. Öfters mal sonnig, manchmal neblig, meist eher warm, selten kühl sowie alle paar Tage regnerisch und trüb – das führt zu messbaren Werten wie einer durchschnittlichen Monatstemperatur von 11,4 Grad.

Das sind 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel und an sich Symptome für den bevorstehenden Winter: Zu milde Oktober sollen einen kalten, weissen Januar anzeigen. Wäre es letzten Monat noch trocken abgegangen, hätte statisch auch einiges für viel Schnee im Winter gesprochen.

Doch es war recht nass an den insgesamt 16 Regentagen. Die 114,8 Liter pro Quadratmeter in Solothurn entsprechen noch einigermassen dem Langzeit-Durchschnitt, während die 139,6 Liter im Wallierhof Riedholz diesen doch deutlich übertroffen haben.

Ein erster Eindruck des Winters

Die erste Monatshälfte war eindeutig die grauere und kühlere dieses Oktobers 2013. Zwar herrschten zu Beginn fast spätsommerliche, deutlich zweistellige Temperaturen, doch der Nebel erwies sich für diese frühherbstliche Phase als ungewohnt zäh. Am 4,/5. Oktober setzte es dann die erste Regenphase mit gut 16 Litern an den beiden Messstationen ab.

Noch bei milder Witterung zeigte sich jedoch auch im Anschluss die Sonne kaum, und am Donnerstag, 10. Oktober kam es zum ersten herbstlichen Temperatursturz des gröberen Kalibers. Während es in der Ostschweiz etliche Zentimeter Neuschnee bis in tiefere Lagen gab, blieb es auf dem Weissenstein bei einem «Schümli» der noch gar nicht erwünschten weissen Pracht.

Zur Erinnerung: Das Bild des überzuckerten «Göiferlätschs» ist noch frisch – an Fronleichnam, dem 30. Mai, war das Schauspiel letztmals zu sehen. Dazwischen lagen keine viereinhalb Monate, also gerade mal 132 Tage oder nur ein gutes Dritteljahr!

Noch drei Tage hatten die Wirte auf dem Weissenstein unter dem «Wintereinbrüchli» zu leiden, dann beruhigte sich die Situation aber rasch wieder.

Föhn, Sturm und Regen

Denn die zweite Monatshälfte war über weite Strecken von sehr warmen Temperaturen geprägt. Noch am 28. Oktober tastete sich das Thermometer an die 20-Grad-Marke heran und sehr oft löste sich der Morgennebel nun viel rascher auf als in den ersten Oktobertagen. Verantwortlich für die milden Verhältnisse mit meist zweistelligen Morgentemperaturen war der Föhn, der weit ins Mittelland hinaus griff.

Sturmböen von bis zu 100 km/h gabs auf den Jurahöhen besonders am 28. Oktober, als schwere Herbststürme in Nordeuropa enorme Schäden anrichteten und dotz etliche Todesopfer forderten. Im Vorfeld hatte es in der Region am 27. Oktober mit über 20 Litern nochmals zünftig geregnet. Erst aufs Monatsende wurden die Nächte wirklich kühl, ohne dass es früh morgens zu jetzt möglichen Bodenfrösten gekommen wäre.

Noch kein Winter in Sicht

Nass, kühler mit allenfalls Schnee bis gegen 1200 Meter wirds zwar am Wochenende, und wechselhaft bleibts auch in die nächste Woche hinein.

Dann scheint aber ein mildes «Martinsömmerchen» aufzuziehen – ein Wintereinbruch ist noch nicht in Sicht. Damit würde die Regel stimmen: Fällt das Laub spät wie jetzt und stehen im Garten noch letzte Rosen, hat es der Winter nicht allzu pressant.