Wie präsentiert sich der Schweizer Meister und letztjährige Champions-League-Teilnehmer FC Basel nach all den Wechseln? Trainer Paulo Sousa ist gegangen, als Nachfolger wurde Urs Fischer installiert. «Er wird versuchen, hier in Solothurn die Mannschaft weiter zu festigen», ist Jürg Nägeli, Medienverantwortlicher und Platzspeaker vom FC Solothurn, überzeugt.

Am letzten Freitag hatte der FCB gegen den Fast-Absteiger aus der 2. Bundesliga, den TSV 1860 München, 1:2 verloren. Morgen Donnerstag spielen die Basler in Siders gegen Donezk.

Und genau dort im Wallis liegt der Grund, warum der FCB am Samstag um 17 Uhr im Stadion des FC Solothurn auflaufen werden: Sowohl die Basler wie auch der PSV Eindhoven wollten nicht im Wallis spielen, sondern an einem günstiger gelegenen, zentraleren Spielort. «Beide Mannschaften haben sich so entschieden, und deshalb erhielten wir recht kurzfristig, am 25. Juni, die Anfrage, ob wir als Spielort einspringen können», erklärt Marc Kalousek, beim FC Solothurn zuständig für Events und Sicherheit. Denn eigentlich wird die Partie im Rahmen des «Cup Valais» ausgetragen – und das hat auch Konsequenzen für den neuen Austragungsort Solothurn.

Sicherheit geht vor

So gehen die Match-Einnahmen an die Walliser Cup-Organisatoren, «doch diese sind auch für die Sicherheit zuständig», weiss Kalousek nach den Verhandlungen über diesen Punkt. So werden rund 25 Security-Leute im Stadion präsent sein, im Hintergrund einsatzbereit ist zusätzlich die Kantonspolizei. Sollte es wider Erwarten doch zu unliebsamen Überraschungen kommen. 

Davon gehen jedoch weder Nägeli noch Kalousek aus. «Es werden viele Fussballbegeisterte nach Solothurn kommen, und wir werden ein Fussballfest erleben», sind die beiden Funktionäre überzeugt. «Wir rechnen mit rund 2000 Fans», so Nägeli, nachdem immerhin im Vorverkauf schon rund 1000 Tickets abgesetzt worden sind. Für den FC Solothurn, der vom Meisterschaftsbetrieb in der 1. Liga nur einige hundert Matchbesucher gewohnt ist, eine imposante Zahl. So bietet der FCS denn auch alles auf, was (ehrenamtlich) zum Goodwill-Event für den Partnerverein FC Basel beitragen kann. «Wir verfügen über rund 50 Leute, die sich engagieren – vom Balljungen bis zum Mannschaftsarzt», hält Kalousek fest.

Besonders gefragt ist allerdings der Platzwart: Beide Teams bestehen darauf, dass der Rasen ihren gewohnten Standards entspricht. Was heisst, dass der grüne Teppich exakt auf 2,3 Millimeter Höhe geschnitten sein muss.

Und die Parkplätze?

Obwohl die Stadtpolizei und der FC Solothurn ständig an einer Lösung des Parkplatz-Problems arbeiten, gab es schon verschiedentlich böses Blut, als parkende Matchbesucher gebüsst wurden. Stapo-Kommandant Peter Fedeli: «Es wurden Autos auf Trottoirs abgestellt und Ausfahrten zugeparkt.» Er hofft nun, dass der FC Solothurn zusätzliche Parkfläche auf dem Land des Henzihofs nebenan generieren konnte. Auch Kalousek bestätigt entsprechende Kontakte mit dem Landwirt neben dem Stadion.

Denn zweierlei ist klar: Es dürften viele Fans mit dem Auto anreisen, «und auf die Badi-Parkplätze kann ich sie nicht tun», meint Fedeli angesichts eines Samstags, der wieder Badi-Wetter bei rund 30 Grad verheisst.

FC Basel–PSV Eindhoven, Samstag, 11. Juli, 17 Uhr im Stadion.