Rosa, Pia und Bethli (Käser-)Schwizer hatten über Jahrzehnte das «Jägerstübli» geführt, auch als Stammbeiz für die Fasnächtler. 2010 erwarb Edgar Sallin das Haus, das seither eine wechselvolle Geschichte erlebt hat. Nun hat mit Viktoriya Furer eine erfahrene Fachfrau das seit Juni verlassene Restaurant übernommen und gestern wieder eröffnet. «Mein Mann Willi und ich führen seit 16 Jahren das Restaurant Rothöhe in Oberburg bei Burgdorf. Es hat 500 Plätze, hier haben wir unten im Restaurant 30 und oben im Säli 30 Plätze.» Der Plan des Wirtepaars Furer: Sie kümmert sich um das «Jägerstübli» und öffnet es vorerst nur abends, bis er im nächsten Jahr pensioniert wird und in Oberburg aufhört. «Mein Mann wird dann hier kochen. Ab diesem Zeitpunkt werden wir auch Mittagsmenüs anbieten und im Sommer die Terrasse offenhalten.» Genug auf dem Teller, auch beim Dessert, lautet die Devise beim gutbürgerlichen Angebot, das neben verschiedenen Fleischgerichten auch die Spezialität des Hauses, Fondue, umfasst.

Nur sonntags soll das Lokal geschlossen bleiben – eine Ausnahme gibts vielleicht an der Fasnacht: «Dort, wo wir herkommen, kennen wir die Fasnacht nicht. Aber wir werden uns Solothurn nicht verschliessen und mitmachen. Wir haben ja hier ein sehr schönes, rustikales Lokal», so die neue Wirtin.