Mit dem durch drei Teams bearbeiteten Studienauftrag galt es, für den Perimeter des Areals Westbahnhof einen Bebauungsvorschlag zu konzipieren sowie für die historisch bedeutenden Quartiere beidseitig des Bahnhofs eine Aufwertung der öffentlichen Räume vorzuschlagen. Speziell soll die Zugänglichkeit und die Querung des Bahnhofareals für den Fuss- und Veloverkehr optimiert werden.

Dabei sind die durch die Umgestaltung und Neubebauung aufzuhebenden Parkplätze durch eine neue Parkierungsanlage auf dem Bahnhofareal aufzunehmen. Im Zentrum stand auch die Frage, ob das mehrfach umgebaute Bahnhofsgebäude von 1848 erhalten bleiben kann oder ob ein Abbruch zu einer städtebaulich besseren Lösung führt. Folgende drei Planungsteams widmeten sich der komplexen Aufgabenstellung und arbeiteten konkrete Vorschläge aus:

  • Flury und Rudolf Architekten AG, Solothurn, mit IUB Engineering AG, Olten, und W+S Landschaftsarchitekten AG, Solothurn
  • Rolf Mühlethaler Architekt BSA SIA, Bern, mit Transitec, Bern, und Maurus Schifferli, Bern
  • Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld, mit IBV Hüsler, Zürich, und Krebs und Herde, Winterthur

Das Beurteilungsgremium, in dem auch Vertreter des Amts für Raumplanung, des Amts für Verkehr und Tiefbau des Kantons sowie der ebenfalls im Perimeter liegenden Grundeigentümerin Glutz AG Einsitz hatten, empfahl einstimmig den Beitrag des Teams um das Büro Rolf Mühlethaler Architekt zur Weiterbearbeitung. Das subtil und sorgfältig erarbeitete Projekt belässt das Bahnhofsgebäude und schlägt darum herum prägnante hofartige Volumen sowie eine pragmatische Lösung der Verkehrsansprüche vor.
Städtebauliche Aufwertung

Das Areal beim Westbahnhof wird seitens der SBB als Standort mit hoher Priorität eingestuft, das heisst die Entwicklung des Areals soll konkretisiert und vorangetrieben werden. Auch das Agglomerationsprogramm und das räumliche Leitbild der Stadt heben das städtebauliche Potenzial des Standorts hervor und betonen die Wichtigkeit der Verbindungsachse Wengistrasse/Amtshausplatz zum Obach-Quartier. Die Stadt und die SBB werden in einem nächsten Schritt die Ergebnisse, insbesondere auch an den massgebenden Schnittstellen, gemeinsam aufbereiten und das weitere Vorgehen festlegen.

Das Resultat des Studienauftrags bildet auch das Richtprojekt für zwei Stufen der Nutzungsplanung: In einem ersten Schritt werden die aufgrund der Gesamtrevision der Ortsplanung im Entwurf vorhandenen kommunalen Nutzungs- und Erschliessungspläne auf das Richtprojekt angepasst. In einem zweiten Schritt wird ein Gestaltungsplan erarbeitet und verabschiedet.

Ausstellung

Die Resultate des Studienauftrags können vom 22. bis zum 30. November im 3. Obergeschoss an der Werkhofstrasse 52 (Stadtpolizei) besichtigt werden. Die Ausstellung ist werktags jeweils von 16 bis 18 Uhr geöffnet, am Wochenende von 14 bis 17 Uhr. Der Bericht ist ab Mittwoch auf der Homepage der Stadt Solothurn / Aktuelles aufgeschaltet.