Coronapandemie

Wie sieht es mit der Fasnacht 2021 aus? Solothurner setzen eine Task-Force ein

Inwiefern ist 2021 Fasnacht möglich? (Archiv)

Inwiefern ist 2021 Fasnacht möglich? (Archiv)

Der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO hat eine Task-Force gebildet. Diese soll Szenarien für die Solothurner Fasnacht im 2021 besprechen.

Die Hiobsbotschaft aus Olten lässt bestimmt auch einige Solothurnerinnen und Solothurner aufhorchen: Das Oltner Fasnachtsumzugskomitee hat beschlossen, dass ihre Fasnacht 2021 abgesagt ist. Die Sicherheit könne nicht gewährleistet werden, erklären die Oltner.

Hier in Solothurn darf man noch hoffen. «Wir haben beschlossen, dass es noch zu früh sei, einen endgültigen Entscheid zu treffen», erklärt Ober Ober Patrick Zimmermann. Dieser Entschluss wurde am Montag bei einer Aussprache des Vorstands der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO gefasst. Jetzt habe man noch Zeit, um eine sichere Fasnacht in den Gassen Solothurns zu organisiere.

Eine Task-Force soll Varianten erarbeiten

Dafür hat man eine Covid19-Task-Force eingesetzt. Dieses ungefähr 15-köpfige Gremium will nun bis im Oktober verschiedene Varianten erarbeiten, wie die Fasnacht durchgeführt werden kann. «Die grösste Herausforderung sind unkontrollierte Menschenansammlungen», so Zimmermann. Dies sei besonders schwierige bei den Umzügen.

«Egal ob bei der Chesslete oder beim Kinderumzug, diese Anlässe sind schwierig zu kontrollieren», so Zimmermann. Es ginge dabei nicht nur um die Sicherheit der Zuschauer, sondern auch um die der Aktiven. Es sei schon angedacht worden, die Zuschauermassen in Sektoren zu unterteilen, doch was passiert beim Ende des Umzugs? Denn dann würden sich die Leute wieder unkontrolliert in der Stadt bewegen. Mit diesen Fragen muss sich nun die Task-Force auseinandersetzen.

Auch Finanzielles muss besprochen werden

Das neue Gremium wird im Oktober eine Entscheidung fällen. «Denn im November fangen die Zünfte an, ihre Wagen für den Umzug zu bauen», weiss der Ober Ober. Und: «Ja, es kann schon sein, dass wir die nächste Fasnacht ohne Umzüge durch die Stadt durchführen müssen», mein Zimmermann gefasst.
Neben den verschiedenen Sicherheitskonzepten, die jetzt erarbeitet werden, wurden die finanziellen Aspekten auch besprochen. Hierbei ginge es um verschiedene Dinge.

Ein grosser Knackpunkt sei die Frage, wie man mit den Plaketten umgehen will. Diese habe man schon bestellt, doch wenn kein Umzug stattfindet, dann kann man die kaum verkaufen. Es seien schon verschiedene Szenarien angedacht worden, um dieses Problem zu lösen: Den Plakettensatz einfach erst übernächstes Jahr zu verkaufen und nächstes Jahr eine Sonderedition anzubieten. Die Plaketten machen ihm nicht so grosse Sorgen, meint der Ober Ober.

Weniger Einnahmen für die Zünfte

Schwierig sei es, dieses Jahr auch für die verschiedenen Zünfte und Vereine Geld zu verdienen: «Zum Beispiel das Risottoessen der Weschtstadt-Zunft konnte wegen dem Virus nicht durchgeführt werden.» Diese weggebrochenen Einnahmequellen müssen irgendwie kompensiert werden. Wie, das weiss der Ober Ober noch nicht. «Wir wissen ja nicht einmal, ob die Leute an die Fasnacht kommen wollen», sagt er.

Die Grenchner haben schon anfangs August den Entschluss gefasst abzuwarten. Erst an der Generalversammlung der Vereinigten Faschingszünfte Ende Oktober wird beschlossen, wie die Fasnacht 2021 aussieht. Obernarr Patrick Meier würde heute eine abgespeckte Variante begrüssen. Für alle Fälle wären sie gerüstet: Auch sie haben eine «zeitlose» Plakette in Auftrag geben, so wird man auf dieser keine Jahreszahl finden und könnte so auch noch übernächstes Jahr verkauft werden.

«Die Fasnacht soll zwischen dem 11. Februar und dem 17. Februar stattfinden», steht in einer Mitteilung der Solothurner Fasnachtsgemeinschaft geschrieben. Dieser trotzig anmutende Satz, kann auch als eine Bitte an eine höhere Instanz angeschaut werden. Entscheiden wird aber eine irdische.

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