Gelateria Pizzeria Italia

Wie in Solothurn echtes italienisches Gelato entsteht

So läuft die Produktion von Glace bei der Gelateria Pizzeria Italia in Solothurn

So läuft die Produktion von Glace bei der Gelateria Pizzeria Italia in Solothurn

An der Lagerhausstrasse stellt Paolo Ammendolia in der «Gelateria Pizzeria Italia» italienisches Gelato her. Er zeigt, wie es geht.

«Das Herzstück von meiner Glace ist die Fior di Latte», erklärt Paolo Ammendolia. Die Milchglace ist die Basis für jedes Gelato, das er macht. Davon produziert er immer gleich 60 Liter. Er steht in seiner Produktionsstätte, in seiner «Gelateria Pizzeria Italia» in der Nähe des Westbahnhofs.

«Meine Fior di Latte besteht aus Milch und Rahm. Die genaue Zusammensetzung will ich aber nicht preisgeben», meint er augenzwinkernd. Das sei Berufsgeheimnis. Was er aber nicht zu seiner Milchglace hinzufügt: Wasser. «Das merkt man sofort, wenn man das Endprodukt isst», sagt er.

Die frischen, geschnittenen Bananen werden mit Wasser, Zucker und Bindemittel gemischt. Das Ganze wird püriert. Fruchtglaces werden ohne Fior di Latte produziert.

Eine Frucht–Gelato entsteht

Die frischen, geschnittenen Bananen werden mit Wasser, Zucker und Bindemittel gemischt. Das Ganze wird püriert. Fruchtglaces werden ohne Fior di Latte produziert.

Der Familienbetrieb ist ein Stück Kalabrien

Ammendolia Vater kommt ursprünglich aus Kalabrien und von dort kennt er die Gelato-Kultur. Der gelernte Polymechaniker Ammendolia eröffnete die «Gelateria Bar Italia» vor acht Jahren. Die ersten drei davon hat er nur Glace produziert. Seit fünf Jahren kann man auch Pizzas essen. Seit zwei Jahren hat er Joel Frey angestellt. Frey ist eigentlich Pizzaiolo, ist aber der Einzige, der in der Gelateria neben Ammendolia noch Glaces macht. «Wir sind ein Familienbetrieb und alle helfen irgendwie mit», sagt Ammendolia. Sein Vater Michele packt mit an und wenn sehr viel los sei, dann kämen auch seine Schwester und seine Frau.

Seit er die Gelateria hat, hat er schon 60 bis 70 Glace-Sorten ausprobiert. «Ich habe auf Wunsch eines Gastes sogar mal eine Red-Bull-Glace produziert.» Die Glace habe er aber nicht lange in der Vitrine gehabt. «Schlecht hat es nicht geschmeckt, aber man kann es nicht mit einer anderen Glace kombinieren», erklärt er seine Entscheidung. Das Gleiche gelte beim Bier-Gelato. Heute verkauft er 22 Sorten – am besten würden sich die Klassiker verkaufen: «Schoggi, Stracciatella und Erdbeeren laufen gut. Die Ideen für eine Sorte holt er sich in seinen Ferien oder auch auf der «Fiera di Rimini», einer Messe rund um Gelati, Patisserie und Kaffee.

Die Glaces bleiben nie lange in der Vitrine. Manche Glaces werden am gleichen Tag produziert und verkauft. Insgesamt hat Ammendolia 22 Sorten im Angebot. «Die klassischen Glaces wie Stracciatella sind Verkaufsschlager», weiss er.

Die Glaces bleiben nie lange in der Vitrine. Manche Glaces werden am gleichen Tag produziert und verkauft. Insgesamt hat Ammendolia 22 Sorten im Angebot. «Die klassischen Glaces wie Stracciatella sind Verkaufsschlager», weiss er.

Eine Glace hat man schnell gemacht

«Je nach Sorte habe ich innerhalb von wenigen Minuten eine Glace gemacht», so Ammendolia. Am meisten Zeit braucht er für die Vorbereitung und das Putzen der Geräte. «Hygiene ist sehr wichtig und ich putze oft länger, als ich eine Glace mache», so Ammendolia. «Für eine Bananen-Schoggi-Glace habe ich schon ein wenig länger, so zirka sechs bis sieben Minuten», sagt er, während er Bananen schält und in Ringe schneidet.

Damit es eine Bananen-Schoggi-Glace wird, braucht es noch Schokolade. Zuerst kommt eine Lage Bananenglace in die Form. Darauf eine Lage flüssige Schoggi. Dann wird sie für einige Minuten schockgefroren. Das wird noch einmal wiederholt.

Abfüllen

Damit es eine Bananen-Schoggi-Glace wird, braucht es noch Schokolade. Zuerst kommt eine Lage Bananenglace in die Form. Darauf eine Lage flüssige Schoggi. Dann wird sie für einige Minuten schockgefroren. Das wird noch einmal wiederholt.

Er produziert immer von Mittwoch bis Sonntag jeden Tag Glace. Je nach Saison unterschiedlich viel. «Der Frühling ist ein starker Verkaufsmonat, dann produziere ich 400 Liter und mehr pro Woche», sagt er. Dieses Jahr sei der Frühling nicht gerade rosig gewesen. «Dafür läuft der Sommer bis jetzt umso besser», sagt er.

Er bedauert aber, dass er dieses Jahr noch nie mit seinem Glace-Stand ausfahren konnte. Normalerweise sei er beim Open Air Etziken dabei. Auch würden Firmen den Stand für Angestellte mieten. Er hofft aber, dass dies nächstes Jahr wieder losgeht.

Eine Glace ist ungefähr minus 14 Grad kalt, wenn sie verkauft wird. Aus der Gelato-Maschine ist sie erst minus sieben Grad kalt. Bevor sie in den Gefrierschrank zur Lagerung kommt, muss sie noch für einige Minuten bei minus 40 Grad schockgefroren werden.

Schockgefroren, Lagerung

Eine Glace ist ungefähr minus 14 Grad kalt, wenn sie verkauft wird. Aus der Gelato-Maschine ist sie erst minus sieben Grad kalt. Bevor sie in den Gefrierschrank zur Lagerung kommt, muss sie noch für einige Minuten bei minus 40 Grad schockgefroren werden.

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