Der Verein Muttiturm, der hinter dem «Kulturm Solothurn» steht, existiert bereits seit 1976. Seit 2008 ist er in der jetzigen Form aktiv und organisiert im historischen Turm in der Nähe des Bieltors jedes Jahr verschiedenste kulturelle Anlässe. Auch dieses Jahr ist das Programm vielseitig bestückt.

Grosse Änderungen werde es keine geben, meint Yoyo Cotting. Er ist Leiter Kommunikation und Finanzen des «Kulturm». «Der ‹Kulturm› öffnet auch diese Saison – wie gehabt – einmal pro Monat von Donnerstag bis Samstag seine Tore.» Am Rahmen des Programms ändere sich ebenfalls nichts. «Wir halten an den bisherigen Anlasssparten fest.» Dabei können sich die Besucherinnen und Besucher auf einige Highlights in der kommenden Saison freuen. «Ein Highlight ist sicher die Singer-Songwirter-Night mit Musikern und Bands aus der Schweiz, die das Kulturm-Team eigenständig ausgesucht hat und unseren Gästen präsentieren wird. Der Anlass findet bereits am Freitag statt.»

Dann sei ein weiterer Höhepunkt der Saison der Anlass «Burlesque Showtime»: Am 24. November kann einen Abend lang das US-amerikanisches Unterhaltungstheater mit Glitzer und Glamour genossen werden. Ein drittes Highlight, von dem Cotting begeistert erzählt, ist die Veranstaltung «Klänge im Dunkeln» am 7. Dezember. «In einem völlig dunklen Raum hört das Publikum verschiedene Klänge. Dadurch nimmt es die Musik mit einer verschärften Sensibilität wahr. Dieser Abend ist ein Klangerlebnis vom Feinsten.»

Alles in allem führt der «Kulturm» elf Veranstaltungen durch in der kommenden Saison, zusätzlich dazu noch eine Kooperationsveranstaltung im Konzertsaal. Dort wird am Nachmittag des 16. Dezembers das Musical «Schellen-Ursli» aufgeführt. Dieses bildet zugleich den Saisonschluss des «Kulturms».

Intime Atmosphäre

Die Durchführung der Anlässe ist nur dank vielen Freiwilligen, die sich tatkräftig engagieren, möglich. «Der Verein zählt derzeit 25 Mitglieder. Sie alle investieren viel Freizeit in den Kulturm, das ist toll.» Das ehrenamtliche Team sei aber auch etwas, das den Kulturm ausmache, nebst den alten Gemäuern und der speziellen Atmosphäre, erklärt Cotting. «Bei uns erlebt der Gast den Künstler hautnah, das macht die Atmosphäre schon recht intim. Diesen Umstand schätzen nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Künstler. Letzthin hat eine Künstlerin, weil sie von der Atmosphäre so begeistert war, im Publikum spontan noch einige Lieder a capella geschmettert. Das war zwar ein Alptraum für unsere Techniker, aber für die Zuschauer und die Künstlerin natürlich toll», erzählt Cotting mit einem Schmunzeln.

Eine zweite kleine Familie

Auf die Frage, was ihn denn motiviere so viele Stunden seiner Freizeit in den Kulturm zu investieren, antwortet er: «Es ist wie eine zweite kleine Familie für mich. Ich stecke sehr viel Herzblut in das Weiterbestehen des Turms, denn die Kultur im Muttiturm ist etwas ganz Besonderes, das Jede und Jeder einmal erlebt haben sollte.» Cotting freut sich auf die kommende Saison, die bereits am Donnerstag mit einem Jazz Konzert des Joray Brothers Quartetts startet.

Joray Brothers Quintet - My one and only love

Programm Weitere Infos sind online verfügbar unter www.kulturm.ch. Es werden immer wieder freiwillige Mitdenker und Mitgestalter gesucht. Interessierte dürfen sich gerne per Mail an supporter@kulturm.ch wenden.