Solothurn

«Wie ein Theaterstück mit Smartphone»: Wenn die Barockstadt virtuell wird

Der Trailer zu «Hier Und Dort»

Der Trailer zu «Hier Und Dort»

«Hier und dort» ist ein Theaterstück für 11 Teilnehmende und Smartphones. Die Zuschauer*innen werden zu Mitspielenden, bewegen sich in der virtuellen Welt und verhandeln, was passiert, wenn die physikalische Welt nicht mehr die einzige ist, die es gibt. «Hier und dort» geht der Frage nach, was Realität ist, wer die Regeln bestimmt in einem hierarchie- und konsequenzlosen Raum und was es bedeuten könnte permanent in selbsterdachten Simulationen zu leben.

Das Projekt «Hier und Dort», das heute Freitag in Solothurn Premiere feiert, verbindet eine virtuelle mit der realen Welt.

«Es ist eigentlich ein Theaterstück mit Smartphone», erklärt Sarah Buser, die eine von drei Leitern des Projekts ist. «Man bekommt ein Smartphone von uns, auf dem die entsprechende App installiert ist. Das Theater spielt dann auf dem Smartphone, und man ist selbst ein Teil davon.» 

Erlebnisse in Solothurn

Das Theater handelt von einer Person, die sich Ada nenne. Sie hat eine Maschine erfunden, die es ermöglicht, verschiedene Situationen aus verschiedenen Perspektiven und auf unterschiedliche Art und Weise zu erleben. «Die virtuelle Welt ist eigentlich ein virtuelles Solothurn. Überall in der Stadt gibt es Erlebnisse, die man auf dem Smartphone machen kann.» So erlebt man die Stadt auf eine ganz neue Art und Weise. Programmiert ist das Theater wie ein Mehrspieler-Spiel. «Man trifft also seine Mitspielerinnen und Mitspieler in der virtuellen und in der realen Welt an.»

Die virtuelle Welt haben Sarah Buser, Hannes Kapsch und Friedrich Kirschner als Team designt und entwickelt. «Man kann in dieser Welt zum Beispiel fliegen oder auch Menschen töten. Dann gibt es noch einen sehr abstrakten Teil in dieser Welt. Wir nennen ihn Donna 3000. Dort kann man sich verwandeln oder sonstige abstruse Sachen unternehmen.»

Elf Spieler

Auf der Entdeckungsreise durch das reale und das virtuelle Solothurn erhält man Botschaften von Ada. Diese regen die Spielerinnen und Spieler an nachzudenken. «Jeder Spieler trifft andere Entscheidungen im Spiel und bewegt sich auch anders. Das heisst, es hat auch jeder Spieler ein anderes Gefühl nach den drei Stunden Spiel.» Ausserdem entstehe eine neue Realität durch die Verschmelzung von virtueller und realer Welt. Um diese Verschmelzung noch zu verstärken, haben die Initianten sich etwas Besonderes überlegt. «Wir haben einen ziemlich gut versteckten Raum in Solothurn umgebaut. Dort werden die Spieler am Ende in der Realität mit Ada und ihrer Maschine konfrontiert.» Die virtuelle Welt wächst aus dem Smartphone hinaus.

Das Spiel beziehungsweise das Theater dauert drei kurzweilige Stunden und pro Spiel können – wie sich das in Solothurn gehört – elf Spieler teilnehmen.

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