Filmmenge und Besucher
Wie die Filmtage im Laufe der Jahre gewachsen sind

Angefangen haben die Solothurner Filmtage mit 20 Filmen im Programm. Heuer sind es über 6 Tage und 8 Stunden. Auch die Besucherströme sind grösser geworden.

Andreas Kaufmann
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Die 50. Solothurner Filmtage zogen die Cineasten wieder in Scharen an.
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Filmtage queerbeet
Podium zum Thema: Wir macht man Filme im Kollektiv?
Anstehen vor der Abendkasse des Landhauses
Am Montag kam der Schnee. Warm einpacken war angesagt.
In gelb: Solothurn by night
Das Publikum geniesst den Film Driften

Die 50. Solothurner Filmtage zogen die Cineasten wieder in Scharen an.

Eddymotion

Wer ununterbrochen dranbleiben würde, könnte das gesamte Filmtageprogramm dieses Jahres in 9172 Minuten oder 6 Tagen, 8 Stunden und 52 Minuten durchsehen. Was aus Sicht des regulären Publikums wie reine Zahlenspielerei daherkommt, wird für die Auswahlkommission während der Vorvisionierung zur alljährlichen sportlichen Höchstleistung – Tendenz steigend: Auch in der heute zu Ende gehenden Jubiläumsfolge der Filmtage gab es rund 10 Stunden mehr zu sehen als im Vorjahr.

Und im Vergleich zur allerersten Durchführung hat sich die totale Spielzeit vervierzehnfacht – zur Geburtsstunde im Jahr 1966 waren es gerade mal 11 Stunden oder insgesamt 20 Filme, die über die Leinwände flimmerten. Dagegen waren es dieses Jahr 184 Filme, die in der Selektion Panorama Schweiz in Solothurn zu sehen waren.

Mit dem Angebot hat sich natürlich auch der Besucherstrom über die Jahre um ein Mehrfaches gesteigert. Aus dem Eröffnungsjahr sind keine Besucherzahlen vermeldet, zum Zehnjährigen gabs aber immerhin bereits 1540 Eintritte. Zwischen 1984 und 1995 dann stieg die Besucherzahl geradezu sprunghaft an, ums 18-fache von 1600 auf 29 000. Wieder zehn Jahre später waren es geschätzte 42 000 und 2014 bereits 65 000. Seitens Filmtage-Organisation rechnet man heuer mit einem ähnlichen Ergebnis.

Mit 5800 Franken fing es an . . .

Mit dem wachsenden öffentlichen Interesse wurden die Filmtage auch hinsichtlich Zahl der Spielstätten grösser. Während bei der Erstdurchführung unter dem Titel «Schweizer Film heute» die Filme im Kino Skala über die Leinwand flimmerten, kam anlässlich der siebten Filmtage das «Elite» hinzu.

Mittlerweile sind es insgesamt neun Leinwände, verteilt über sieben Spielorte. Natürlich haben sich im Laufe der Jahre vor allem auch die finanziellen Dimensionen gewandelt. Während man 1966 die Durchführung mit einem Budget von 5800 Franken bestritt, waren es 1975 7900 Franken, 1984 157 700 Franken und 1995 669 000 Franken. 2005 war das Budget bei 1,57 Mio. Franken angelangt und für die aktuellen Filmtage sind 3,15 Mio. Franken plus 700 000 für Sonderaufwendungen zum Jubiläum veranschlagt.