Solothurner Wetter
Wichtigste Frage im wärmsten Oktober-Monat: Wann geht der Nebel?

Der durchschnittlich nasse Monat war gar der wärmste Oktober seit Beginn unserer Wetteraufzeichnungen 1999. Und eine Frage beschäftigte die Solothurner vorwiegend: Wann verzieht sich der Morgennebel?

Wolfgang Wagmann
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Das Nebelmeer rund um Solothurn vom Weissenstein aus gesehen.

Das Nebelmeer rund um Solothurn vom Weissenstein aus gesehen.

Hans Peter Schläfli

Mit ziemlich genau 13 Grad im Monatsmittel toppte dieser Oktober seine ebenfalls sehr warmen Vorgänger 2001 und 2006 um einige Zehntel Grad, und war gleich drei wärmer als das langjährige Mittel. Dies ist jedoch nicht nur auf den reichlichen Sonnenschein - fast jeden Tag gabs zumindest partiell welchen – zurückzuführen, sondern auch auf die ungewöhnlich warmen Nächte. Von Bodenfrost keine Spur, und erst am 22. Oktober lag die Morgentemperatur um 8 Uhr erstmals im einstelligen Bereich. Dieses milde Wetter basierte auf fast ununterbrochenen Südwestlagen, die auch mehrfach Staffeln feuchtere Luft in die Schweiz führten. So entsprachen 111,5 Liter Regen pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und 91,5 in Solothurn knapp dem Monatsdurchschnitt.

Wann geht er?

Im Oktober beschäftigt gerade am Jurasüdfuss vor allem eine Frage: Wann geht er? Geht er überhaupt? Denn Tage ohne Morgennebel sind nun fast nicht mehr möglich, und so stand auch die erste Woche des Monats ständig unter diesem Motto. Am 7. Oktober fielen fast 30 Liter Regen und in den folgenden Tagen kam ständig etwas hinzu. Das wechselhafte, aber stets warme Wetter hielt bis über die Monatsmitte an, ehe drei ziemlich sonnige, trockene Tage zu geniessen waren. Das Orkantief Gonzalo brachte jedoch am 21. Oktober nach Einbruch der Nacht Sturmböen, abgeknickte Bäume und Äste auch in der Region, viel Regen und einen Temperatursturz. Am Morgen des 22. Oktober zeigte sich erstmals die Jurakette in Weiss, schon zwei Tage später aber war es wieder mild, sonnig und überall grün.

Der Rest des Monats verlief in gewohnten Bahnen, wenn auch mit einer Etage tieferen Temperaturen. Bemerkenswert noch der Montag, 27. Oktober: Es war der erste Tag in diesem Herbst, an dem sich der Nebel gar nie auflöste – ein typischer November-Vorbote also.

Wann wird es Winter?

Der letzte Herbstmonat begann im gewohnten Muster: Morgens unterschiedlich grau, oben blau, später überall und dazu mild. Nun zeichnet sich aber doch die Wende zu einem spätherbstlichen Wettercharakter ab – grauer, feuchter, etwas kühler. Ein Wintereinbruch der respektablen Sorte ist dagegen noch nicht in Sicht. Auf der Vorderseite eines Tiefs werden Föhnlagen dominant sein, was für die Region Solothurn «Wischiwaschi-Wetter» bedeutet. Oder im Klartext: Ab und zu Regen, aber auch Sonne, öfters aber bewölkt oder neblig.

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