Wetterrückblick
Auch weniger Regen rettete den Solothurner Sommer nicht

Das Solothurner Wetter blieb auch im August unterkühlt.

Wolfgang Wagmann
Drucken
Teilen
Zwar regnete es im August nicht viel, doch es blieb unterkühlt. Hier der Park beim Bischofpalais in Solothurn.

Zwar regnete es im August nicht viel, doch es blieb unterkühlt. Hier der Park beim Bischofpalais in Solothurn.

Tom Ulrich

Wer auf den August als «Sommer-Retter» gehofft hatte, wurde auch in unserer Region bitter enttäuscht: Zwar gabs nur neun Tage mit Regen, doch über weite Strecken war es zu kühl, zu bewölkt und vor allem zu windig für den Bade- und Grillspass. Mit 17,7 Grad im Monatsmittel blieb der August 2020 fast ein Grad unter dem Langzeitwert – man muss bis ins Jahr 2014 zurückblättern, um ähnlich kühle Verhältnisse aufzuspüren. Regen fiel dagegen nur etwas die Hälfte der üblichen Monatsmenge: 55 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter waren es in Solothurn, gut 10 mehr im Wallierhof Riedholz.

Der grosse Frust zum Monatsstart

Nach einem nassen Nationalfeiertag hoffte alles endlich auf eine Wende zum Bessern. Doch die erste Augustwoche zementierte die längst vorhandenen Sommerdepressionen mit vier weiteren Regentagen und Temperaturen meist unter der 20-Grad-Marke. Das Gros der monatlichen Niederschlagsmenge ging zudem ausgerechnet am Wochenende auf Solothurn nieder.

Erst ab dem 8. August hellte sich Wetterlage zusehends auf, und am 12. wurde sogar die 30-Grad-Marke wieder einmal geknackt. Ja am Sonntag, dem 15. August, dem Feiertag Maria Himmelfahrt, konnte auf den darauffolgenden Montag sogar eine der seltenen Tropennächte in diesem Sommer genossen werden. Allerdings sollte die Aare kaum je in diesem Monat eine Wassertemperatur von 20 Grad erreichen und die ganze erste Monatshälfte setzten die immer noch hohen Abflussmengen vom Juli-Hochwasser her sämtlichen Freizeitaktivitäten im Fluss enge Grenzen. So fiel auch das Aareschwimmen einmal mehr ins Wasser.

In der zweiten Monatshälfte blieb es mehrheitlich trocken, doch nur gerade der Sonntag, 21. August, sollte als Sommertag mit einem Tagesmaxium von 28 Grad in Erinnerung bleiben. Ansonsten herrschten eher unterkühlte Verhältnisse bei teils dichterer Bewölkung vor. Vor allem gesellte sich nun immer öfter eine Spielverderberin hinzu, die auch den sonnigsten Tag in ein eher garstiges Erlebnis verwandelt: die Bise. Diese plagt uns auch noch zum Start in den ersten Herbstmonat. Aber – die Hoffnung stirbt zuletzt …

Der Herbst lässt auf sich warten

Wenn alles gut geht, steht uns eine überwiegend sonnige, und angenehm warme Woche bevor. Wieweit es dieses Wochenende zu Gewitter-Aktivitäten kommt, ist noch sehr unsicher. Eigentlich sollte das schöne Spätsommerwetter doch bis zum übernächsten Wochenende Bestand haben, ehe vor allem ab dem 12. September deutlich kühlere und auch sehr nasse Herbsttage zu erwarten sind. Allerdings zeigt der Rückblick auf die jüngsten Langzeitprognosen, das dem keineswegs so sein muss. Ursprünglich hätte es auf den jetzigen Monatsbeginn schon wieder ziemlich nass werden sollen – jetzt aber verlängert sich die Trockenperiode schon um eine weitere Woche. Was die Pilzsammel-Fans langsam nervös werden lässt …

Aktuelle Nachrichten