Solothurner Wetter
Wetterbilanz: Auch der August brachte eher Frust

Der August schaffte es nicht, den recht «abverheiten» Sommer 2014 zu retten. Dazu war der Monat zu kühl, aber immerhin wesentlich trockener als der verregnete Juli.

Wolfgang Wagmann
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Die IG Pro Vorstadt hat zwar den Dornacherplatz möbliert – aber auch im August war abends das Draussenbleiben eher ungemütlich.

Die IG Pro Vorstadt hat zwar den Dornacherplatz möbliert – aber auch im August war abends das Draussenbleiben eher ungemütlich.

Hanspeter Bärtschi

Mit nur 17,5 Grad als Monatsmittel war der August 2014 in der Region zwar nicht rekordverdächtig kalt, aber doch ein Grad kühler als im langjährigen Durchschnitt. 2006 hatte es der dritte Sommermonat sogar nur auf 16,7 Grad gebracht. Wehmütig werden die Badi-Fans an die Ausgabe 2003 zurückdenken, als ein Monatsmittel von 22,8 Grad registriert wurde – das sind sagenhafte 5,3 Grad mehr als in diesem Jahr.

Wenigstens beim Giesskannenprinzip blieb Petrus unter der Norm: Die 75 Liter Regen pro Quadratmeter in Solothurn und 79,3 Wallierhof Riedholz entsprechen etwa 60 Prozent der langjährigen Durchschnittsmenge.

Insgesamt war der Sommer 2014 aber nicht so schlecht, wie er gefühlt wurde: Mit 18,5 Grad über alle drei Monate lag er im Durchschnitt, und dank des ebenfalls zu trockenen Junis waren die Niederschläge insgesamt nur leicht höher als im Langzeitmittel. Aber eben, längere Schönwetterphasen und Hitzeperioden fehlten bis auf das «Minisömmerchen» an Pfingsten.

Unterschiedliche Feiertage

Nichts vom Himmel stand der Böllerei am Nationalfeiertag im Wege. Doch schon anderntags gings mit einer Wetter-Achterbahn weiter, die uns den ganzen Monat über erhalten bleiben sollte: Blitz und Donner, etwas Regen, etwas Sonne. Besonders nass und gewitterhaft zeigte sich das zweite Augustwochenende, und die neuerlichen Niederschläge verunmöglichten wegen der hohen Durchflussmengen am 16. August auch das Aareschwimmen.

Tags zuvor war der zweite Feiertag im August, Mariä Himmelfahrt, gründlich ins Wasser gefallen – er blieb mit 19 Liter Tagesmenge Rekordregentag in Solothurn. Nun wurde das Wetter zwar wesentlich trockener, doch auch massiv kühler. Nachts kratzte das Thermometer schon fast am einstelligen Bereich und auch tagsüber musste man sich mit Maxima zwischen 17 und 20 Grad begnügen.

Im letzten Monatsdrittel wurde es dafür mit sacht steigenden Temperaturen sofort wieder feuchter; noch der schönste Tag war der Donnerstag, 28. August. Aber auch er schaffte es nicht ganz in die im Sommer 2014 so rare Kategorie der Sommertage mit einem Überschreiten der 25-Grad-Grenze.

Kompensation in Sicht

Etwas entschädigt werden wir für nicht gehabte Sommerfreuden in den nächsten Tagen. Wie schon vor einem Monat an dieser Stelle prognostiziert, setzt sich der Anfangs September übliche Trend zu stabilerem Hochdruckwetter offenbar durch. Am Südrand eines mächtigen England- und Skandinavien-Hochs gelegen, beginnt der «Altweibersommer» zwar weitgehend zu greifen. Aber eben, diese Randlage bringt auch leicht instabiles Wetter mit sich – ab dem Freitag liegt ein Schauer oder sogar leichtes Gewitter abends allemal drin.