Weststadt Solothurn
Weststädter feiern die Schweiz mit Brunch und Grillspass

Mit einem Brunch am Morgen und einem Grillspass am Abend lockte der Kiosk-Träff in der Weststadt am 1. August für Stimmung. Mit dabei auch die Quartierarbeit Solothurn West.

Katharina Arni-Hochwald
Merken
Drucken
Teilen
23 Bilder
1. August-Brunch in der Solothurner Weststadt
Otto Marrer, Fritz Geissberger und Roland Rohr sorgen für Stimmung
Otto Marrer, Fritz Geissberger und Roland Rohr sorgen für Stimmung
Otto Marrer, Fritz Geissberger und Roland Rohr
Er trägt das Schweizer Kreuz auf der Sirn
Mnika Naef ist verantwortlich fuer die Roesti
v.l._ Deborah Mathis (Quartierarbeit Solothurn West), Nadia Berardi (Kiosk-Hilfe), Regina Siegenthaler (Kiosk Traeff Inhaberin)

Hanspeter Bärtschi

"Unser Ziel ist es, Leute aus dem Quartier zusammenzubringen und mit ihnen zu feiern", sagt Regina Siegenthaler. Während sie spricht, brutzelt versteckt unter der Theke des Vorzeltes eine goldgelbe Röschti mit Spiegelei. Gegenüber greift Fritz Geissberger in die Tasten seiner Handharmonika. Flankiert wird er von Roland Rohr und Taubenvater Otto Marrer. Die beiden Sänger haben Schweizer Liedgut einstudiert. Das "Burebüebli" kommt ganz ordentlich daher, und die Gäste fangen an zu schunkeln. Wenn am Abend das Poulet am Spiess und die Schweins- und Kalbssteaks auf dem Grill liegen werden, wird auch die Landeshymne und dass Solothurnerlied auf dem Programm stehen.

Grosse Begeisterung

"Wir wären auch bei schlechtem Wetter gekommen", sagt Kurt Steiner vom Ulmenweg. "Wenn jemand etwas organisiert, muss man es unterstützen." Ein Blick in die Runde zeigt: Hier sitzen nur Schweizer. "Und das ist gut so", sagt Kurt Steiner, denn: "schliesslich ist heute unser Nationalfeiertag." 45 Anmeldungen fürs Zmorge und 50 für den Grillspass sind bis jetzt bei Regina Siegenthaler eingegangen. Sie ist es, die den 1.-August-Plausch im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und den Anlass mit einem kleinen Team vorbereitet hat. "Es steckt viel Arbeit dahinter", sagt sie, und ihre Helferinnen und Helfer nicken.

Der Kiosk-Träff mit einer kleinen Kaffeeecke hat sich zu einem Quartiertreffpunkt entwickelt, bei dem man sich während der Woche kurz niederlässt, einander zuwinkt oder ein paar freundliche Worte austauscht. Vor allem ältere Menschen und Alleinstehende aus dem Quartier schätzen es, wenn sie hier mit jemandem plaudern können und ernst genommen werden. "Viele Menschen kommen mit ihren Sorgen und Problemen zu mir, und ich versuche sie ein bisschen aufzuheitern", so Siegenthaler, die ihren Erfolg auch der daneben liegenden Weststadtpost verdankt. Diese ist nicht nur bei den Einheimischen beliebt. Auch Leute aus den umliegenden Gemeinden benutzen die Poststelle dank den zur Verfügung stehenden Parkplätzen. So die Bellacherin, die an diesem 1. August-Morgen ebenfalls das reichhaltige Frühstücksbuffet geniesst und dem bunten Treiben zuschaut.

Inzwischen haben sich die Frühstücksgäste verzogen, und auf dem Gelände ist Russissimos Glacéwagen aufgefahren. Es wird Zeit für etwas Kühlendes. Statt zu Kaffee greift auch Regina Siegenthaler allmählich zur Weissweinflasche. Der Abend wird noch einiges an Überraschungen bereithalten. "Vielleicht komme ich noch einmal vorbei", ruft man sich zu. Dann, wenn bei der Weststadtpost erst recht die Post abgehen wird.