Bürgergemeinde Solothurn
Werkstatt-Brandfall ist erledigt, anderes noch nicht

Die Werkstatt, welche im Sommer 2014 auf dem Steinbruch-Areal abbrannte, wurde für 568'000 Franken saniert. Der Solothurner Bürgerrat setzt sich neue Ziele für das Areal auf Rüttener Boden.

Mark A. Herzig
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So sah es Ende August 2014 auf dem Steinbruchareal nach dem Grossbrand aus – inzwischen sind die Schäden behoben und alle Gebäudeteile wieder vermietet.

So sah es Ende August 2014 auf dem Steinbruchareal nach dem Grossbrand aus – inzwischen sind die Schäden behoben und alle Gebäudeteile wieder vermietet.

Wolfgang Wagmann

Man erinnert sich: Ende August 2014 zerstörte ein Brand, ausgelöst durch einen Defekt in der elektrischen Installation, weitgehend das Gebäude Kreuzen 21 A im Steinbruchareal, das der Bürgergemeinde gehört.

Die Bargetzi Steinwerke AG
6 Bilder
Spuren der Verwüstung bei der Stonetech AG
Brand Bargetzi
Mit diesem Boot ist kein Staat mehr zu machen
Auch diese Oberlichter barsten in der Hitze
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Die Bargetzi Steinwerke AG

Wolfgang Wagmann

Der Bürgerrat, der in seiner Septembersitzung von Präsident Sergio Wyniger informiert wurde, dass die Ratsangehörigen Rolf Heilinger und Matthias Wälti für sämtliche Arbeiten im Zusammenhang mit diesem Ereignis eingesetzt worden waren, nahm nun Kenntnis von deren Abschlussbericht.

Glück im Unglück

An seiner Oktobersitzung 2014 beschloss der Bürgerrat einstimmig, das weitgehend zerstörte Gebäude in einer Minimalvariante zu sanieren, wobei die entstehenden Kosten die Vergütung der Gebäudeversicherung (SGV) nicht überschreiten dürften. Mit Sanierungskosten von 568 000 Franken wurde dieses Ziel um gute zehn Prozent unterboten. Das Wichtigste jedoch: Der Brand verursachte keine Personenschäden.

Die Elektroinstallationen inklusive der Grundbeleuchtung mussten neu erstellt werden. Eine neue Brauchwasserpumpe, welche die Versorgungssicherheit erhöht, wurde installiert – die alte hätte jederzeit ausfallen können. Auch das Frischwasser-Versorgungsnetz musste erneuert werden und Probleme mit der Abführung des Meteorwassers können jetzt ausgeschlossen werden. Dächer und Terrasse wurden da, wo beschädigt oder zerstört, erneuert. Und, so teilt der «Ausschuss Mietverträge» mit, das betroffene Gebäude ist wieder vollumfänglich vermietet.

Der Rat hat ausserdem Rolf Heilinger und Matthias Wälti Décharge von ihren Arbeiten im Zusammenhang mit dem Brandfall Steinbruchareal erteilt.

Ein Zonenplan fehlt noch

Der Bürgerrat hatte Anfang 2008 eine «Spezialkommission Bargetziareal» – später Steinbruchareal genannt –eingesetzt. Gründe dafür waren ein Bewertungsgutachten und die Absicht gewesen, den Forstwerkhof dort anzusiedeln. Aufgrund des vehementen Widerstands wegen der dort vorkommenden Ringelnattern und Glögglifrösche von Pro Natura hatte der Bürgerrat Ende 2013 entschieden, auf den Bau des Forstwerkhofes an jenem Standort zu verzichten und der Forstkommission einen Auftrag zur Suche eines neuen zu erteilen.

Die Arbeit der Spezialkommission konzentrierte sich fortan auf den Liegenschaftsunterhalts und Fragen der Mieter im Steinbruchareal; sie wurden durch den 2012 gebildeten «Ausschuss Mietverträge» ausgeführt. Mittlerweile sind die Aufgaben von Spezialkommission und Ausschuss erledigt und beide können aufgelöst werden, so der Antrag von Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger, dem der Bürgerrat einstimmig folgte.

Im weiteren hat der Rat Walter Pretelli anstelle des zurückgetretenen Michael Bühler für den Rest der Amtsperiode 2013–17 als Mitglied der Forstkommission gewählt.

Bürgerrechtsgesuche genehmigt

Als Dauertraktandum wurden zudem noch vier Bürgerrechtsgesuche von insgesamt sechs Personen zuhanden der Bürgerversammlung vom 27. Juni verabschiedet. Zugesichert erhalten diese vom Rat Sululaxshan Jerad Selvarajah; Michael Merkle mit der Ehefrau Firdous Naqvi und dem Sohn Shaun; Kanila Pararajasingam sowie Elif Saglam.