Solothurn

Werkhof zur Saatkrähen-Plage: «Jetzt können wir nichts mehr machen»

Eines der Nester

Eines der Nester

Der Werkhof der Stadt Solothurn hat letzte Woche die begonnenen Saatkrähen-Nester von den hohen Bäumen entlang der Aare geholt. Gegen die Vögel gibt es keine probaten Mittel.

Der Solothurner Werkhof befasste sich einmal mehr mit der Saatkrähen-Plage, die jeden Frühling zur Nistzeit Anwohner und Hafebar-Gäste nervt. «Letzte Woche haben wir die begonnenen Nester heruntergeholt, vor allem über der Hafebar», erklärte Werkhof-Chef Patrick Schärer vor einer Woche zur Situation im Kreuzackerpark. «Jetzt können wir nichts mehr machen», musste er schon damals angesichts der Schutzbestimmungen für Saatkrähen einräumen.

Man tausche sich zwar zu den ungeliebten Rabenvögeln mit anderen Städten wie Basel aus. Doch gebe es keine probaten Mittel – Versuche mit Plastik-Uhus hätten ebenfalls keine befriedigenden Resultate gebracht. Solche wurden in Bern eingesetzt. Sie vertrieben mit mechanischem Flügelschlag zwar dort, wo sie platziert waren, die Krähen, aber nicht im nächstbesten Baum, den die intelligenten Vögel als Alternative auswählten.

Ein Augenschein am Montag im Kreuzackerpark ergab: Rund 20 Nester auch über der bereits platzierten Hafebar sind bereits wieder gebaut und besetzt; Krähenkot am Boden gibts, so weit das Auge reicht. Neu klagen auch Anwohner der Waffenplatzstrasse über die schwarzen, krächzenden Nachbarn, die direkt vor den Balkonen drei Bäume als Nistgelegenheit besetzt haben.

Zwei neue Nester sind zudem auf der Krummturmschanze auszumachen, während seltsamerweise die Riesenplatanen zwischen der Kreuzackerbrücke und dem Hotel Ramada krähenfrei bleiben. (ww)

Nester der Saatkrähen bei der Krummturm-Schanze.

Nester der Saatkrähen bei der Krummturm-Schanze.

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