Forstbetrieb
Werkhof-Offerte geht zurück an den Absender

Der Bürgerrat Solothurn befasste sich in seiner sechsten Sitzung des Jahres mit Fragen im Zusammenhang mit dem Forstbetrieb: Ein Bericht zum weiteren Vorgehen für dessen finanzielle Sicherung wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Mark A. Herzig
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Forstbetrieb Solothurn

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AZ

Der Bürgerrat hatte anlässlich der Budgetberatungen für 2012 angesichts der ungünstigen Prognosen für den Fortbetrieb die Forstkommission beauftragt, eine Analyse durchzuführen und basierend darauf Massnahmen vorzuschlagen, wie der Forstbetrieb kostendeckend geführt werden könne.

Nach einem mündlichen Zwischenbericht im Mai dieses Jahres lag nun ein schriftlicher Text vor. Die Forstkommission kam zum Schluss, dass die ungenügende Kostendeckung viele Ursachen habe, man also nicht auf einen einzelnen defizitären Bereich fokussieren könne.

So gelte es zu beachten, dass in der vereinfachten Betriebsabrechnung der Verwaltungsaufwand über-, die effektive Leistungserstellung aber unterschätzt wurde. Würden Gemeinwirtschaftliche Leistungen (GWL), welche die Holzproduktion verteuern, richtig abgegolten, dann könne dieses Kerngeschäft kostendeckend geführt werden.

Zu Gunsten der Allgemeinheit

Die Feststellung gilt aber für die meisten zu Gunsten der Allgemeinheit erbrachten GWL. Forstbetriebsleiter Ruedi Iseli erwähnte als Beispiele zwei GWL-Leistungen, das 1.-August-Feuer und einen Waldlehrgang für Schulen. Diese decken die Vollkosten nicht, gehören aber irgendwie zur Bürgergemeinde.

Oder: Der Weihnachtsbaumverkauf im Werkhof und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt auf dem Kreuzacker. Wem die (Voll-)kosten zu verrechnen wären, wie viel dafür unter Öffentlichkeitsarbeit abgebucht werden müsste und weitere betriebswirtschaftliche Entscheide müssten letztlich von der Politik, also dem Bürgerrat entschieden werden.

Der Beispiele gäbe es noch viele - und so nahm der Bürgerrat den Bericht ohne Gegenstimme zustimmend zur Kenntnis. Er wünscht jedoch, dass auf dessen Basis für 2013 ein ausgeglichenes Budget vorgelegt werde.

Komplexes Projekt Forstwerkhof

Die Errichtung eines neuen Forstwerkhofes im Bargetzi-Steinbruch erweist sich als äusserst komplexes Projekt (wir berichteten in der Ausgabe vom 25. August). Dem Bürgerrat lag nun ein Vertragsentwurf für Architekturleistungen mit sattlerpartner im Gesamtbetrag von 150 000 Franken vor.

Um diesen aber würdigen zu können, lagen dem Bürgerrat seitens der Bürgergemeinde zu wenig detaillierte Kenntnisse betreffend schon erfolgte planerische Arbeiten und Geldflüsse vor. Der Antrag der Forstkommission wurde zur Überarbeitung bzw.

Ergänzung an die Forst- und die zum Projekt bestehende Spezialkommission zurückgewiesen. Ziel ist immer noch, dass der Auftrag nach dem allfälligen Kreditbeschluss der Bürgergemeindeversammlung ausgelöst werden kann.
Ebenfalls zuhanden der Bürgergemeindeversammlung vom 10. Dezember 2012 verabschiedete der Bürgerrat fünf Bürgerrechtsgesuche mit insgesamt 15 Personen:

Saranda Murtisi; Veap Murtisi; Sindis Mustafa zusammen mit dem Ehemann Adnan und den Kindern Zehra und Ahmed; Sadik Ramani mit der Ehefrau Vjolca und den Kindern Laura, Sami und Selvije; schliesslich Arben Zuberi mit der Ehefrau Largime und den Kindern Rina und Ilir.

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