Solothurn
Wer suchet, der findet auf dem Trödelmarkt am Märetfescht fast alles

Stände soweit das Auge reicht - zwischen dem Baseltor und dem Kronenplatz bildeten rund 40 Aussteller am Freitag den Anziehungspunkt am Märetfescht. Wer nach dem Trödeln Hunger bekam, konnte ebenfalls aus einem breiten Angebot auswählen.

Wolfgang Wagmann
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Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
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Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
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Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Trödlermarkt am Märetfescht
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Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht
Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht

Impressionen vom Trödlermarkt am Märetfescht

Hanspeter Bärtschi

«Die haben alles vollgestellt», wundert sich ein alter Märetfescht-Hase des Hauptgass-Leists. Und tatsächlich, Stände, soweit das Auge reicht. Fast wie eine WM-Speisekarte lesen sich die Aushänge: Vorne beim Gerechtigkeitsbrunnen Mexico-Food, Schweizer Bratwürste sowieso, beim SC Blustavia neben St. Ursen - er ersetzt dort den FC Post - dirigiert Hugo Uebelhart seine Hamburger-Brigade.

«Ich helfe jeweils gerne aus und bringe meine Infrastruktur mit», freut sich der Wirt des Bellacher Turbensaals über den neuen Standort. Denn im Kollegiumshof sind nur noch die Risottorührer zwischen Schulhaus und dem Kransockel übrig geblieben, die Konfettistampfer wurden an den Klosterplatz transferiert. Doch für den Chef des neuen OKs, Wirthen-Wirt Chris van den Broeke, ist das Fest gut angelaufen. «Es sind jedenfalls alle da.» Und wie seine Vorgänger auch hat er den mächtigsten Verbündeten auf seiner Seite: Petrus. Auch heute gibts Sonne pur.

Nur noch ab zwei Franken

Anziehungspunkt am Märetfescht bei Tageslicht ist der Trödelmarkt mit rund 40 Ausstellern zwischen dem Baseltor und dem Kronenplatz. «Wir haben gemistet und geräumt, was das Zeug hielt», lacht Marliese Emch, die mit ihren 15 Kollegen und Kolleginnen die Schätze des Domchors St. Ursen zu Füssen des Moses-Brunnens ausbreitet. «Die Ware, die wir jetzt noch da haben, ist vertretbar», findet sie. «Sachen für einen Franken mitzunehmen, das rentiert nicht mehr.»

So ist das günstigste Stück jetzt erst für zwei Franken zu haben. «Alles andere haben wir entsorgt.» Doch noch ist die Auswahl riesig, das Interesse gross: «Wir haben schon gut verkauft», strahlt die Geschäftsfrau, die jedoch wohl letztmals den Stand zugunsten des Domchors betreut. «In zwei Jahren bin ich Achtzig. Drum ist es Zeit, aufzuhören. Ausser sie gehen vor mir in Knie»; deutet Marliese Emch auf ihre Kolleginnen.

Ein völlig neues Festgefühl

Erstmals ins Fest integriert ist der Vorhof des Kollegium-Schulhauses in der Goldgasse. Den dortigen «ü-40-Treffpunkt» betreut der Behindertenverein insieme. Vorstandsmitglied Stefan Arnold, hat mit 15 Leuten die 100-plätzige Festwirtschaft eingerichtet.

«Ein stimmungsvoller Ort», weist er auf die Arkaden, unter denen zu den Klängen der Band Why heute sogar getanzt werden kann. «Während des Fest haben wir zehn Personen, darunter auch solche mit Beeinträchtigungen, im Einsatz. Chris van den Broeke hat uns angefragt, ob wir mitmachen. Und auch die Zusammenarbeit mit der Schulleitung des Kollegiums war super», freut sich Arnold über das Angebot, dessen Erlös dem Verein zugutekommt.

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