Der Herbstanlass des Hauseigentümerverbands Region Solothurn (HEV) war ganz diesem Thema gewidmet. Wie immer folgten zahlreiche Hauseigentümer der Einladung in den Landhaussaal. Umfassend informiert wurden sie von Mitarbeitenden der Zürich Versicherung. Referiert und diskutiert wurde über Feuer-, Elementar- und Wasserereignisse, die rasch ins Geld gehen können. Die anwesenden Vereinsmitglieder erhielten aber auch Hinweise darauf, wie Schäden vermieden werden können und welcher Schaden von der Gebäudeversicherung und welcher von den Privatversicherungen gedeckt wird.

Wer aufmerksam zuhörte, erkannte rasch, dass rund ums Eigenheim nicht bloss unzählige Arten von Schäden entstehen können, sondern diese auch Folge von oft kaum beachteten Ereignissen sind. Es muss nicht bloss ein Sachschaden am Hausrat oder Gebäude, ein Feuer, ein Hagelschaden oder eine Überschwemmung sein. Einbrecher können eine Wohnung ganz schön verwüsten und ebenso hohe Kosten verursachen wie ein ungesicherter Balkon, der tödliche Folgen nach sich ziehen kann. Gefahr droht auch bei ungesicherten Treppen. Nebst einer regelmässigen Reinigung sind Handläufe ein Muss, um Stürze zu vermeiden.

Ganz schlimm kann es ausgehen, wenn der Nachbarsbub im Bassin oder Weiher ertrinkt und das Urteil auf fahrlässige Tötung lautet. Unangenehm wird es auch, wenn Mieter Schäden verursachen und die Haftung zum Thema wird oder Kinder mit Zündhölzern spielen.

Manchmal braucht es Zeit, bis klar wird, wo die Ursache eines Ereignisses liegt. Wer denkt bei einem Küchenbrand zuerst an den Kühlschrank, wenn ein technischer Defekt der Sünder ist, oder an den Defekt an einer Elektroinstallation, wenn es im Dachstock lodert? Auch ein Leitungsbruch ausserhalb des Gebäudes oder ein Rückstau bei der Kanalisation im Innern wird oft nicht auf den ersten Blick erkannt. Bei derartigen Ereignissen taucht sofort die Frage auf, ob der Hauseigentümer haftet, weil er den nötigen Unterhalt vernachlässigt hat, oder der Handwerker, der unsorgfältig gearbeitet hat.

Tipps von Fachleuten

Die Referenten und Schadenexperten Cosimina Donnaianna, Urs Müller und Bruno Pfister von der Zürich-Versicherung referierten aber nicht bloss über Versicherungslösungen, Zuständigkeiten und Schadenbeispiele aus der Praxis. Sie gaben auch wertvolle Tipps rund um die Prävention und Anweisungen darüber, was in welchem Fall zu tun sei. So erinnerten sie zum Beispiel daran, dass Sonnenstoren kein Wetterschutz sind und diese einzuziehen seien, wenn Sturm oder Hagel drohten. Zudem sei es falsch, bei derartigen Ereignissen die Rollladen herunterzulassen, um die Fenster zu schützen.

Um Wasserschäden zu vermeiden, rieten die Experten, Gegenstände im Keller erhöht zu lagern und Fugen, Dichtungen sowie Fenster und Türen regelmässig zu überprüfen. Auch Wasserleitungen sollten von Zeit zu Zeit von Fachleuten kontrolliert werden, damit es zu keinen Verstopfungen kommt. Wer Einbrecher fernhalten will, sollte Fenster, Türen, Rollladen, Lichtschächte und Garagentore mechanisch sichern. Um Brände zu vermeiden, bieten sich Löschdecken, Brandmelder und Feuerlöscher an. Als Fachleute versprachen sie zudem eine rasche Schadenerledigung, einen Pikettdienst, ein grosses Partnernetzwerk, ein starkes Grossschaden-Management und Gratisnummern.