Vor gut einem Jahr entstand bei Roland und Anna Flück die Idee, dass Anna bei Roland als Assistentin arbeitet, was ja nichts anderes heisst, als dass sie bei ihrem Vater in die Malschule geht. Anna, die bereits mit dem Vorkurs der Schule für Gestaltung eine erste künstlerische Grundausbildung absolviert und mit ihren schlichten Zeichnungen, feingliedrigen, schwarz skizzierten Gestalten und Tierwelten ihren eigenen gestalterischen Weg gestartet hat, taucht nun ein in die Welt der kraftvollen Farben und Kontraste ihres Vaters.

Schritt für Schritt, also Pinselstrich für Pinselstrich – als Vorlage der üppig angepflanzte Garten, die Farben dicht und pastös gesetzt, die Proportionen unterliegen der reinen malerischen Wirkung – ist eine ebenso üppig wirkende Blumenkomposition entstanden, die den Vater zeigt, aber dennoch die malerische Hand von Anna Flück aufweist. Es sind dann die Miniaturen, von Roland Flück angeregte kleine Blüten und Blütenparaden, Pflanzliches, eingebettet in eher sanft kolorierte Hintergründe, die durch die poetisch-effektvolle Einfachheit überraschen.

Hier, in originelle Rahmen und teils wie kleine Objektkästen inszeniert, spürt man die junge Künstlerin und ihren Anspruch, mit wenigen Strichen etwas zu erschaffen. Vor allem aber in den kleinen reizvollen Hundezeichnungen, den «Gartenhunden», zeigt sich Annas illustrative Kreativität. Liebevoll mit wenigen, feinen Konturen und zeichnerischen Gesten konturiert, tummelt sich eine verspielte Hundewelt, die, wie aus einer Bildgeschichte entsprungen, augenzwinkernd kleine – von Roland Flück farblich inspirierte – Gartenwelten erobern.

Bis 21. Juni. Geöffnet Do und Fr 17–20 Uhr, Sa und So 14–17 Uhr.

Am Donnerstag, 11. 6., von 18 bis 20 Uhr malen Anna und Roland Flück gemeinsam im in der Galerie 9 eingerichteten Atelier an ihrem gemeinsamen grossen Gartenbild in Öl.