Wettbewerb
Wenn es ganz eng wird in Solothurn

Kennen sie die besonderen Engpässe in der Stadt Solothurn? In unserem Wettbewerb suchen wir sechs Gassen- oder Platznamen.

Wolfgang Wagmann
Merken
Drucken
Teilen
Frage 1 Das frühere Restaurant am Rossmarktplatz, benannt nach einem schmucken Wasservogel mit Höckerschnabel, existiert schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr. Er gab diesem Durchschlupf in der Vorstadt jedoch den Namen S........gässlein.
6 Bilder
Frage 2 Dieser malerische Durchgang, der von der Gerberngasse hinunter zur Aare führt, ist benannt nach geflügelten Worten wie: Es ist noch kein ... vom Himmel gefallen; oder er hat ihm den ... gezeigt. Deshalb heisst er auch M.......gasse.
Frage 3 Die schmalste Gasse Solothurns ist nach einem betörend duftenden Blümchen benannt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Anwohner früher den Inhalt ihrer Nachttöpfe aufs Pflaster der V...........gasse geleert haben.
Frage 4 Benannt ist die Gasse zwischen der St.-Ursen-Terrasse und der früheren Buchbinderei Christ sowie der Kronen-Garage nach einem früheren Berufszweig, der so manchem Galgenvogel den Strick brachte, aber auch für ganze Gruppen von Bergsteigern stets sehr wichtig war. Auch ein früheres Comestibles-Geschäft in der Altstadt hiess wie die S.....gasse.
Wettbewerb Stadt Solothurn
Frage 6 Der Maler Roland Flück verzierte diesen Durchlass von der St. Urbangasse zum Burrisgraben mit kopulierenden Tierchen. Deren lange Ohren deuten auf den volkstümlichen anderen Namen des Grabens hin, den Ch.......grabe.

Frage 1 Das frühere Restaurant am Rossmarktplatz, benannt nach einem schmucken Wasservogel mit Höckerschnabel, existiert schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr. Er gab diesem Durchschlupf in der Vorstadt jedoch den Namen S........gässlein.

Wolfgang Wagmann

Eine mittelalterliche Stadt wie Solothurn ist nicht vom Reissbrett weg entstanden. Wohl gab es eine Grundanlage der Stadtausrichtung wie das «Ypsilon» mit der Haupt- und Gurzelngasse sowie grössere Aussparungen, um auf diesen Plätzen Markt halten zu können. Auch waren dort die öffentlichen Brunnen platziert. Neben diesem Hauptnetz von Verkehrswegen und Infrastrukturanlagen wurden die restlichen Gebiete der Altstadt durch ein Gewirr von mehr oder wenigen breiten Seitengassen meist in Nord-Süd-Ausrichtung erschlossen.

Längere Quergassen sind südlich der Hauptgasse mit der Theater-, Löwen- und Gerberngasse zu finden, ganz im Norden mit der lang gestreckten St. Urbangasse, auch «Hingeri» oder «Hinderi Gass» genannt. Doch für die alten Solothurnerinnen und Solothurner war das noch zu wenig komfortabel, und so wurden öfters noch zwischen den Nebengassen schmale Gässlein in den Häuserzeilen belassen, die zwar keinem Fuhrwerk mehr die Durchfahrt ermöglichten, aber doch eine Abkürzung zu Fuss ergaben.

Sechs Begriffe zu sechs Fotos gesucht

Und so geht unser Sommerwettbewerb: Wir suchen zu jedem Bild auf dieser Seite einen Begriff. Es kann sich dabei um einen Gassen- oder Platznamen handeln. Die Bildlegenden sind selbst erklärend und als Hilfe gibts jeweils den richtigen Anfangbuchstaben des gesuchten Wortes.

Die richtigen Lösungen sind, nummeriert von eins bis sechs, auf einer Postkarte oder in einem E-Mail an folgende Adressen zu senden: Redaktion Solothurner Zeitung, «Sommerwettbewerb», Zuchwilerstrasse 21, 4500 Solothurn, oder auch an die Mail-Adresse
wolfgang.wagmann@azmedien.ch (das Mail kommt trotz Abwesenheitsmeldung des Autors an). Einsendeschluss ist der Dienstag, 12. August 2014.

Zu gewinnen gibt es als ersten Preis ein Nachtessen für zwei Personen im Restaurant Enge Biberist/Solothurn, dann einen Gutschein für einen Gourmet-Grillkurs im Grilllade by Chuchilade GmbH sowie als spezielle Attraktion vier Billetts für eine Gratis-Berg-und-Tal-Fahrt mit der neuen Gondelbahn, welche die Seilbahn Weissenstein AG auf Ende Jahr in Betrieb nehmen wird. (ww)

Zusätzlich existierten noch eingetragene Wegrechte mitten durch Liegenschaften, die ebenfalls die Fusswege erheblich verkürzen konnten. Leider haben sich die Hauseigentümer insofern durchgesetzt, dass diese alten Wegrechte fast durchwegs verschwunden sind – so beispielsweise der Weberngang durch die frühere Nordmann-Passage von der Gurzelngasse her zur Weberngasse (und ungekehrt natürlich). Auch nicht mehr frei passierbar ist der aber immerhin noch ablesbare Gang durchs Zunfthaus zu Wirthen, der die Haupt- mit der Gurzelngasse verbindet. Noch im Gebrauch ist dagegen der bogenförmige Durchgang zwischen der Theater- und Fischergasse neben dem «Kreuz».

Den Durchbruch geschafft

Aus wehrtechnischen Gründen geschaffene Engnisse waren früher die Stadttore, verkehrstechnisch noch vertrackter durch die während rund zwei Jahrhunderten vorgelagerten Schanzentore. So zwang das versetzte äussere Baseltor die Fuhrwerke auf dem Weg zum immer noch stehenden, alten Baseltor, zu Kurvenfahrten im engsten Radius.

Nun, es fielen mit dem Schanzenabriss bis 1877 diese äusseren Schanzentore wie auch das mittelalterliche Berntor in der Vorstadt und das Wassertor am Nordende der Wengibrücke. Dagegen wurden neue, teilweise recht beengte Tore und Pforten fürs Erreichen der Altstadt geschaffen. So das Franziskanertor, das «Söitörli» zum Friedhofplatz, dann aber auch das schmale Pförtchen zwischen dem Thüringenhaus und dem Ambassadorenhof, früher noch «Annenpförtlein» genannt, oder der Durchlass beim Burristurm. Zusätzlich erhielten das Biel- und Baseltor Anfang des 20. Jahrhundert Fussgängerpassagen, die aber zusehends schnöde links liegen bleiben.

Unser Sommerwettbewerb fragt nach sechs solcher Engpässe in Solothurn.