Grosse Hunde
Wenn der Hund grösser ist als sein Besitzer: Doggenparade in Solothurn

Deutsche Doggen gehören zu den grössten Hunden der Welt. Kein Wunder also, dass man da als Hunde-Halter auffällt. In Solothurn trafen sich mehrere Doggen-Fans mit ihren riesigen Haustieren für einen gemeinsamen Spaziergang.

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Am Sonntag trafen sich rund 20 Halter und Liebhaber von Deutschen Doggen in der Solothurner Altstadt. In einer Parade zu Fuss wollten sie der Öffentlichkeit zeigen, dass man keine Angst vor den grossen Vierbeinern haben muss. Die Parade wurde vom Schweizerischen Club für Deutsche Doggen organisiert.

Deutsche Doggen gehören zu den grössten Hunderassen: Die Rüden erreichen eine Mindestgrösse (Widerristhöhe) von 76 Zentimetern. Sie sind jedoch trotz ihrer teilweise «furchteinflössenden» Grösse liebevolle Tiere mit einem freundlichen Wesen. Das wissen und schätzen ihre Halter, wie sie gegenüber TeleM1 erklären. «Man wird eher zu Tode gesabbert als zu Tode gebissen», scherzt einer der Doggen-Besitzer an der Parade.

Nur die skeptischen Zuschauer halten sich auf sicherer Distanz. «Ich getraue mich nicht, näher zu gehen», sagt ein Mann mit einem Kinderwagen, der einen grossen Sicherheitsabstand zu den Tieren hält. (gue)

Der Deutsche Dogge

Die Hunderasse lässt sich bis ins 16. Jahrhundert lückenlos verfolgen: Damals wurde von England her eine Kreuzung des Mastiffs und des irischen Wolfshunds eingeführt, die als «Englischer Hund» bekannt wurde. Ab dem Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Dogge dann in Deutschland gezüchtet. Der Name «Deutscher Dogge» setzte sich aber erst nach mehreren Jahrzehnten durch. Die grossen Vierbeiner wurden oft auf Fürstenhöfen als Kammerhunde oder Leibhunde gehalten oder bei der Jagd eingesetzt.

1888 wurde in Deutschland der erste Deutsche Doggen Club gegründet. In der Schweiz besteht der Schweizerische Club für Deutsche Doggen. Er organisierte die vergangene Parade in Solothurn.