Kommentar
Wem sie Wurst ist

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Eine Stadt ohne Wurststand ist keine Stadt

Eine Stadt ohne Wurststand ist keine Stadt

Das öffentliche Interesse an einer Wurstduftvermeidung ist grösser als dasjenige an der Wurst. Obwohl für diese 600 Fans unterschrieben haben. Die Stadt will einfach nicht kreativ werden.

Dabei könnte man Grill-Konzessionen vergeben, mit Betriebszeiten, Grillart und -fläche, genauem Standort usw. – für gutes Geld. Rechtlich sauber und klar geregelt.

Hat man sogar schon gemacht. Die Hafebar wurde seinerzeit nach einer Ausschreibung per Konzession ans bessere Projektteam vergeben. Man hätte auch damals sagen können: Das geht nicht. Wegen der Lärmimmissionen, beispielsweise. Und weil noch andere kämen. Sie kamen auch.

Doch dann verliess die Politik jeglicher Mut. Ein weiteres Projekt mit Bipperlisi-Wagen wurde im Kreuzacker von der gleichen Gemeinderatskommission durchkreuzt, die jetzt das Aussengrill-Verbot explizit stützt.

Doch wir bleiben dabei: Eine Stadt ohne Wurststand ist keine Stadt. Aber wo kein Wille ist, ist auch keine Wurst.

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wolfgang.wagmann@azmedien.ch