«Mupf»
Welche Varianten gehen baden?

Zwei Sitzungen brauchte die vorberatende Gemeinderats-Kommission GRK im November, bis sie sich den «Mupf» gegeben hatte: Im Hermesbühl soll nur noch eine Doppelturnhalle ohne Hallenbad gebaut werden.

Wolfgang Wagmann
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Die Stadt will dagegen das Hallenbad der Pädagogischen Hochschule PH weiterbetreiben – und vom Kanton mieten oder im Baurecht übernehmen (wir berichteten). Favorisiert wird auch von Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes, eine Miete, würde doch eine Übernahme im Baurecht auf 5,3 Mio. Franken veranschlagt. «Im Moment schaue ich, dass ich die entsprechenden Verträge vom Kanton erhalte.» Denn am Dienstag wird die Definition der künftigen «Nasszone» von Solothurn das eine Thema sein, das andere, zu welchen Bedingungen welche Variante zu haben ist.

Was ist die beste Lösung?

Dem nun zu fällenden Grundsatzentscheid, wie es im Hermesbühl weitergehen soll, ging ein breit gefächertes Varianten-Studium zum bereits durchgeführten Wettbewerb für das Projekt einer Doppelturnhalle mit Lernschwimmbecken voraus. Wichtiger Faktor war, dass sich die Fachhochschule und damit der Kanton vom Hallenbad an der Sternengasse trennen wollen, und sich die Stadt künftig nicht zwei Hallenbäder leisten kann – und will.

So kamen Varianten auf den Tisch wie ein neues Hallenbad auf der grünen Wiese oder der Neubau eines 25-m-Beckens statt des Lernschwimmbeckens im Hermesbühl. «Aus Kostengründen haben wir nicht alle Varianten bis ins letzte Detail durchgerechnet», meint dazu Andrea Lenggenhager. Doch habe die «grosse Variante» Turnhallen und 25-Meter-Becken im Hermesbühl schon aus Platzgründen schlechte Karten gehabt. Und der ursprünglich vorgesehene Einbau eines Lernschwimmbeckens in den Turnhallentrakt hätte wiederum die Kosten massiv erhöht – bei der Nur-Realisierung der Doppelturnhallen kämen diese gemäss Lenggenhager auf voraussichtlich 11,4 Mio. Franken zu stehen.

Fest steht für die Leiterin Stadtbauamt auch, dass der bestehende Projektwettbewerb nicht mehr verwendet werden kann und neu projektiert werden muss – dafür veranschlagt sie 250000 Franken.

Und der Schwimmunterricht?

Beim Variantenentscheid wurden auch die Interessen der Benützer gewichtet und in einer Umfrage erhoben. Dabei wurden die Trainings-Anliegen der Vereine stärker gewichtet, als diejenigen der Schulen und Vereine in Sachen Schwimmunterricht. Denn das 25-Meter-Becken der PH ist nicht als Lernschwimmbecken ausgelegt.

Es könnte jedoch mit einem so genannten Hubboden für den Schwimmunterricht tauglich gemacht werden. Dazu Andrea Lenggenhager: «Man müsste jedoch nicht nur einen Hubboden installieren, sondern noch weitere bauliche Massnahmen treffen.» Was einen weiteren Kosten-Diskussionspunkt von rund 700 000 Franken ergibt. «Wobei man den Hubboden jederzeit auch später noch einbauen könnte», sieht Lenggenhager diesbezüglich noch keinen sofortigen Handlungsbedarf, auch wenn die Stadt das PH-Hallenbad übernimmt und saniert. Doch auch dieser Punkt dürfte die Wogen in der absehbaren «Wasserschlacht» vom Dienstag hochgehen lassen.

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