Stadttheater Solothurn

Weitere Runde im «Theater» ums Stadttheater

Der Einbau der Regiekabine würde oben in der Galeriemitte sechs Plätze kosten.

Der Einbau der Regiekabine würde oben in der Galeriemitte sechs Plätze kosten.

Der Umbau des Stadttheater war einmal mehr grosses Diskussionsthema im Solothurner Gemeinderat. Die Kritik an der Garderobenplatzierung und dem Einbau der Regiekabine hält unvermindert an.

Die höchsten Wellen im Rat warf jedoch wie erwartet eine CVP-Interpellation zur künftigen Einrichtung des Stadttheaters mit dem Umbau, geplant ab diesem Sommer. Vehement forderte nochmals Co-Interpellantin Susan von Sury in den zwei Hauptpunkten ihrer Kritik Remedur. So solle die Regiekabine auf der Galerie soweit zurückgesetzt werden, dass keine der akustisch hervorragenden Mittelplätze mehr geopfert werden müssten. Nach den neuesten Plananpassungen (wir berichteten), wären immer noch sechs Sitzplätze für die Regiekabine zu eliminieren. «Das sind potenzielle Mindereinnahmen von jährlich 30 000 Franken», gab von Sury weiter zu bedenken. Ebenfalls hart ins Gericht ging sie mit dem Beibehalten der Cafeteria im Parterre, was das Theaterpublikum zwinge, die Garderobe in Obergeschoss zu benutzen.» Auch Parteikollegin Barbara Streit befürchtete, dass der so vorgesehene Einbau der Regiekabine das Projekt des ältesten Barocktheaters massiv beeinträchtigen werde. Auch habe ihr zu denken gegeben, wieviel Überzeugungsarbeit von privater Seite notwendig gewesen sei, bis die Denkmalpflege hinter der roten Stoffabdeckung der Galerie die Barockmalereien entdeckt habe. «Dafür hätte ja ein Japanmesser genügt», mokierte sich die Vizestadtpräsidentin über die erst spät erfolgte Entdeckung, die eine völlige Projektneuplanung des Zuschauerraums ausgelöst hatte. Auch wurde von CVP-Seite moniert, dass die Stadt als Bauherrin bei beiden Punkten offenbar nur auf Wünsche der Theaterbetreiber eingegangen seien.

Braucht direkten Sichtkontakt

Die FDP wie die SP zeigten gar kein Verständnis für die Vorhaltungen der CVP. Irritiert gaben sich vor allem die SP-Redner (und Architekten) Philippe JeanRichard und Matthias Anderegg, wie auf das von «ausgewiesenen Experten» erarbeitete Projekt «geschossen» werde. Die Platzierung der Cafeteria wie auch der Regiekabine sei völlig richtig. Und auch Stadtpräsident Kurt Fluri betonte, wie wichtig für das Theater eine Regiekabine mit direktem Sichtkontakt zur Bühne sei. Im weiteren betätigte er, dass die Unterschutzstellung des Stadttheaters durch Bund und Kanton geplant sei, und demnach auch Beiträge an die Renovation erwartet werden dürften. Die Unterschutzstellung sei im weiteren an der nächsten Sitzung des Gemeinderates traktandiert.

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