Solothurner Pfarrer

Weil er das Zölibat nicht einhalten könne: Raggenbass schreibt an Papst

Niklas Raggenbass kann das Zölibat nicht einhalten.

Niklas Raggenbass kann das Zölibat nicht einhalten.

Der beliebte Solothurner Stadtpfarrer Niklas Raggenbass hat im vergangenen Jahr sein Amt Knall auf Fall niedergelegt. Jetzt hat er dem Papst einen Brief mit brisantem Inhalt geschrieben.

Noch nicht «spruchreif» sei die Neubesetzung der Stelle von Stadtpfarrer Niklas Raggenbass, der vor fast einem Jahr Solothurn unerwartet verlassen hatte. «Wir sind in engem Kontakt mit dem Personalamt des bischöflichen Ordinariats und zuversichtlich, die Stelle wieder besetzen zu können»; erklärt Kirchgemeindepräsident Karl Heeb.

Ein Termin sei aber nicht in Sicht, und bis zu einer Neubesetzung bleibe die Gemeindeleitung immer noch ad interim bei Luisa Heiselbetz angesiedelt.

Inzwischen liegen nähere Informationen von Niklas Raggenbass vor. Nach seiner Auszeit im Kloster Engelberg hatte er sich der Gastronomie zugewandt und den Luzerner Wirtekurs besucht. Bei einem Spitzenkoch will er sich nun weiterbilden und schmiedet auch Pläne, mit seiner Partnerin ein Kultur- und Kulinarikprojekt im Luzernischen zu realisieren.

Noch immer als Mönch hat Niklas Raggenbass «nach eingehenden Erwägungen im Herzen» Papst Franziskus in einem Brief ersucht, ihn aus dem Klerikerstatus zu entlassen, da er das Zölibat nicht einhalten könne. (ww)

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