Solothurn
Wegen Corona verschoben: Historisches Stadtfest und das Openair finden erst 2021 statt

Die Einschränkungen als Folge der Corona-Pandemie betreffen auch die Feierlichkeiten zum 2000-Jahre-Jubiläum der Stadt Solothurn. Es wurde entschieden, die Festivitäten auf zwei Jahre zu verteilen.

Wolfgang Wagmann
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Die mit Bildern von Solothurner Schülern neu gestaltete, historische Laterne setzt ihre Reise dieses Jahr weiter – sobald die Lockerungen der Sicherheitsmassnahmen es wieder zulassen. (Archiv)

Die mit Bildern von Solothurner Schülern neu gestaltete, historische Laterne setzt ihre Reise dieses Jahr weiter – sobald die Lockerungen der Sicherheitsmassnahmen es wieder zulassen. (Archiv)

Hanspeter Schläfli

«Aufgeschoben ist nicht aufgehoben», meint auch Stadtpräsident Kurt Fluri zu einer weiteren coronabedingten Absage, die sich bereits abgezeichnet hatte: Die Kernaktivitäten der städtischen 2000-Jahr-Festivitäten werden auf nächstes Jahr verschoben. Dies gilt insbesondere für das historische Stadtfest, das neu am 21. / 22. August 2021 stattfinden soll sowie für die Open-Air-Konzerte auf der St.-Ursentreppe, die neu auf den 3. bis 6. September im nächsten Jahr angesetzt wurden. Es gebe ja ohnehin kein genaues Datum der Stadtgründung, «und so kann man die Festaktivitäten gut auf zwei Jahre verteilen», erklärt der Stadtpräsident weiter.

«Auch wenn die Anlässe hätten stattfinden können, wäre sicher keine Feststimmung aufgekommen», ist Kurt Fluri überzeugt. Und dass nächstes Jahr Wahljahr ist, störe nicht speziell – auch wenn er auf dem Höhepunkt der Festivitäten wohl nicht mehr im Amt sein dürfte. Denn das Wahlprozedere der Stadtpräsidentenwahl stehe noch nicht fest. «Aber dann könnte ich umso entspannter feiern», betont Fluri auch, dass sich das Jubiläum ja nicht um seine Person drehe.

«Eine Totalabsage war nie ein Thema»

Stadtschreiber Hansjörg Boll als eigentlicher «Tätschmeister» der Festivitäten begründet die Absage etlicher Programmpunkte auch damit, dass bei einem Zuwarten Kosten vielleicht doppelt angefallen wären. «Wir nehmen die restlichen Kredite einfach ins nächste Jahr mit.»

Zwar werde im Jubiläums-OK noch weiter gearbeitet, «aber natürlich weit weniger Zeit investiert.» Auch Boll argumentiert, dass sicher dieses Jahr keine Feststimmung aufgekommen wäre, «doch eine Totalabsage war nie ein Thema.» Sei doch kein Datum der effektiven Stadtgründung bekannt «und so kann das Jubiläum auch über zwei Jahre hinweg dauern.»

Was war, und was noch sein wird

Am Neujahrstag war das Festjahr mit einem Eröffnungsakt in der Reithalle lanciert worden – allerdings mit einem schlechten Omen: Das geplante Feuerwerk konnte wegen Nebels nicht gezündet werden. Die Ausstellung «Geprägter Stolz» im Museum Blumenstein wurde ebenso durchgeführt wie die Oper «Die Weisse Rose» zusammen mit dem Gastorchester der Partnerstadt Krakau. Auch die Jubiläumsstadtführungen wurden lanciert, dazu die Ausstellung «Genius Loci solodurensis» im Kunstmuseum – die aber bereits nach einer Woche wieder geschlossen wurde.

Sie soll nun nach der Wiedereröffnung des Hauses am 9. Juni bis am 18. Oktober verlängert werden. Die Kunstausstellung «Zart» im städtischen Aussenraum wird um einen Monat verschoben, und dauert neu vom 4. Juli bis 26. September. «Das erste Kunstwerk des japanischen Künstlers Atsuko Hukuda kann bereits jetzt in der St.-Ursenkathedrale besichtigt werden», teilt dazu Hansjörg Boll mit.

Die beiden Jubiläumsbücher zur Stadtgeschichte werden zwar im Mai auf den Markt kommen, die Vernissagen erfolgen aber ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt. Stand heute bleibt die geplante HESO-Sonderausstellung zur städtischen Wirtschaft noch im Programm; auf März 2021 verschoben ist die Eröffnung der Alten Spitalapotheke im Alten Spital. Auch nächstes Jahr gibts die Jubiläumsstadtführungen und die Jubiläumlaterne wird noch 2021 auf Wanderschaft bleiben.
Jubiläumslaterne

Geschäfte, Institutionen oder Private, welche die historische Jubiläumslaterne für eine Woche reservieren möchten, melden sich auf der Stadtkanzlei bei liselotte.guenter@solothurn.ch Tel. 032 626 62 05.