Weihnachtsspiel
Was wirklich zählt im Leben

Im Zentrum für körper-und sinnesbehinderte Kinder stand das Thema Freundschaft im Fokus. Mit der Geschichte «Der kleine Hase im Winterwald» wurde eine herzerwärmende Geschichte über dessen innigsten Weihnachtswunsch auf die Bühne gebracht.

Gundi Klemm
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Impressionen vom Weihnachtsspiel
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Was wirklich zählt im Leben
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Impressionen vom Weihnachtsspiel

Hanspeter Bärtschi

Wir Menschen werden reich beschenkt durch vielerlei, vor allem durch Freundschaften. Man gewinnt sie durch Zuwendung, Verständnis und Hilfe in Notlagen. Dies war beispielhaft im Weihnachtspiel des Zentrums für körper- und sinnesbehinderte Kinder (ZKSK) zu erleben. Im nacherzählten und in Szene gesetzten Bilderbuch «Der kleine Hase im Winterwald» stand der innigste Weihnachtswunsch eines Schneehasen im Mittelpunkt.

Er wollte seine Zeit nicht mehr einsam verbringen und wünschte sich deshalb einen Freund zur Gesellschaft. Und weil gerade Weihnachten war, schrieb er dem Weihnachtsmann einen Brief, den er persönlich überbringen wollte. Auf dem Weg dorthin begegnete er vielen Tieren, denen er mit viel Herz aus Schwierigkeiten heraushelfen konnte.

Da war der kleine Bär, der erfrorene Tatzen hatte und dem er seine Handschuhe schenkte. Das im Rucksack für seinen Marsch durch den Winterwald eingepackte Weihnachtsgebäck gab er gerne den stacheligen Igeln, die wegen ihres Hungers keinen Winterschlaf finden konnten. Den Eichhörnchen half er beim Suchen, denn sie fanden ihre als Wintervorrat versteckten Nüsse nicht mehr.

Den ängstlichen Rehen, die sich im Wald verlaufen hatten, konnte er mit seiner Landkarte behilflich sein, wieder nach Hause zu kommen. Kümmernis vertrieb er bei den Füchsen, denn sie waren erst mit der Unterstützung des klugen Schneehasen in der Lage, ihren Weihnachtsbaum zu erleuchten. Unter dem strahlenden Nordstern traf er schliesslich den Weihnachtsmann, der trotz Festtagsstress doch noch seinen Brief las und ihn in der Erfüllung seines Wunsches erst einmal vertröstete.

Doch als der Schneehase und der Weihnachtsmann gemeinsam den Hasenbau im tiefen Wald erreichten, wurden sie dort von einer Abordnung aller Waldtiere empfangen, die mit ihrem neuen, hilfsbereiten Freund ein Weihnachtsfest feiern wollten. «Die lieben Tiere aus dem Wald haben mich besucht und mich reich beschenkt. Jetzt habe ich Freunde,» lautete der Liedtext im Schlusslied.

Zauberhafte Inszenierung

Es ist überhaupt kein Wunder, dass so viele Menschen alljährlich das ZKSK-Weihnachtstheater sehen wollen. Denn die Inszenierungen mit den textsicher und zum Spiel passend vorgetragenen Chorliedern sowie dem klangvoll agierenden Hausorchester verbreiten einen liebenswürdigen Zauber, der alle auf eine hoffentlich glückende Weihnachtszeit vorbereiten möchte. Mit reichem Beifall dankte das die Turnhalle bis auf den letzten Platz füllende Publikum allen Mitwirkenden.

Anerkennung spielte ebenso mit, wie diese Heranwachsenden ihre Handicaps bewältigen. Besonders beeindruckend war diesmal die Ausstattung der 68 Theaterbeteiligten im Kindes- und Jugendalter. Bei fantasievollen Tierköpfen, bei der Kleidung und ausdrucksvoll geschminkter Gesichtsmaskierung war wirklich Meisterhaftes entstanden.

Wie immer versetzte schon der liebevoll dekorierte Zugang zur Turnhalle in weihnachtliche Stimmung. Die bevorstehende Zeit nun zu geniessen, wünschte ZKSK-Geschäftsführerin Christine Bigolin allen kleinen und grossen Anwesenden, würdigte dieses besondere Bühnenspiel und dankte allen für die dazu geleistete Arbeit.

«Euer zahlreicher Besuch motiviert uns zu zusätzlichem Aufwand neben dem Schulbetrieb», bezog sie das Publikum ein und lud schon jetzt zum nächsten Fest am 9. September 2017 ein. Dann nämlich werden das 40-jährige ZKSK-Bestehen und die Einweihung des Erweiterungsbaus gefeiert.

Jahresbericht 2016 des Zentrums für körper- und sinnesbehinderte Kinder: Es war und wird spannend

Deutlich erkennbar erhebt sich der Rohbau zur ZKSK-Erweiterung neben dem bisherigen Schulgebäude. Im Jahresbericht 2016 zeichnet Ruedi Bieri, Präsident des Verwaltungsrates, den durch strategische Überlegungen geprägten Planungsprozess nach. Die jetzt noch engen Platzverhältnisse, der eigene Bau und die nahe Grossbaustelle des Bürgerspitals forderten auf allen Ebenen die gesamte Institution zu Kraftanstrengungen heraus.

«Mit dem Neubau aber wird der Schul- und Therapiebetrieb an seinem heutigen Standort für die nächsten 20 Jahre gesichert», so Bieri. Walter Bänninger, Präsident des Stiftungsrates, zeigt auf, wie sich die Therapieangebote im audiopädagogischen und visapädagogischen Bereich erweitert haben. Dies durch die letztjährig abgeschlossene Übernahme der Institution «Das Kind im Zentrum» (DKIZ AG, Oensingen), die jetzt als Tochtergesellschaft der Stiftung Schulheim für körperbehinderte Kinder angegliedert ist.

Zudem berichtet er, dass auf dem Flachdach des ZKSK-Erweiterungsbaus eine leistungsfähige Photovoltaikanlage installiert wird. Der Tätigkeitsbericht widmet sich ausserdem Herausforderungen in der Geschäftsleitung für die drei Standorte Solothurn Schöngrün- und Werkhofstrasse sowie Oensingen und Qualitätsmerkmalen in Unterricht und Schulleitung.

Schulleiter Patrik Lischer erörtert Massnahmen zur Lernentwicklung und Integration, um die richtige Form der Förderung für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Heilpädagogische Fachkräfte des ZKSK sind ebenso an integrativen Bemühungen in Regelschulen beteiligt. Interesse weckt der Bericht über die Mitwirkung von Oberstufen-Jugendlichen, die in die Planung des künftigen Spielplatzes eingebunden sind. Über den Jahresverlauf im Sozialpädagogischen Dienst orientiert Rico Lodi, dessen Angebote die Schule selbst und die neun Internatskinder umfasst.

Ein «Freizeitclub» und ein Gruppenweekend vermitteln soziale und personale Kompetenzen. Wichtige Bausteine, so Lodi, seien Bezugspersonen- und Elternzusammenarbeit. In der Erfolgsrechnung der ZKSK für 2015 steht ein Betriebsaufwand von 7,43 Mio. einem Ertrag von 8,67 Mio. Franken gegenüber. Der Überschuss wird als Rückstellung für den Neubau und für die Liegenschaft DKIZ ausgewiesen. (GKU)

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