Solothurn

«Was me nid cha, wird zur Kunscht» - Lüterkofer stellt in der Galerie ArteSol aus

Markus Bur mit zwei seiner Rosenbilder. hrf

Markus Bur mit zwei seiner Rosenbilder. hrf

In seiner ersten Ausstellung in der Galerie gibt Markus Bur Einblick in einen Themenkreis seines malerischen Schaffens im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und figürlicher Darstellung.

Markus Bur, Lüterkofen zeigt in der Galerie ArteSol einen kleinen Ausschnitt aus seinem über zwanzigjährigen reichhaltigen und vielseitigen malerischen Schaffen. Wenn er ein Motiv, ein Thema oder eine Stilform ausgelotet hat, drängt es ihn, etwas Neues zu versuchen.

So ist er stets unterwegs zu neuen Herausforderungen, denn seine Losung lautet: «Was me cha, isch nid Kunscht. Was me nit cha, wird zur Kunscht.» Ausgehend von einer Fülle figurativer Arbeiten in Aquarelltechnik wie beispielsweise seine Blumenbilder ist im Zeitraum der letzten zwei Jahre, woraus die Exponate stammen, eine Mischform entstanden.

Mit seinen Rosenbildern ist Markus Bur eine originelle Stilform gelungen. Mit der Beleuchtung von oben ausschliesslich der oberen Blütenblattränder in leuchtendem Rot und dem fast bruchartigen Abdunkeln nach unten in das Tiefschwarz des Malgrundes sind im Wesentlichen konzentrische Ringformen erkennbar, die sich nur durch Unterbrüche und die Farbe dem Charakter der Blume nähern.

In diesem visuell notwendigen Prozedere liegt die Herausforderung für den Betrachter. In einem weiteren geometrisierenden Schritt der konzentrischen Ringe entfernt sich die Darstellung noch weiter von der figurativen Stilrichtung.

Markus Bur «würzt» seine Kunst

In einer andern Gruppe der Exponate wechselt Markus Bur zu planimetrischen Flächenteilungen und erreicht damit die vollständige Ungegenständlichkeit. Neben diesen Arbeiten, Acryl auf Leinwand, hat der in Lüterkofen beheimatete und arbeitende Künstler im Sinne seines unermüdlichen Experimentierens dem Trend nachgegeben, die Oberflächenstruktur mit der Beigabe von verschieden feinen Sanden und Kalibern von Splitt zu verändern und damit mit der Verwendung dieser Mischtechnik neue Spannungsfelder zu eröffnen. Nachdem in diesem Sektor der abstrakten Kunst die Gegenstände nicht mehr abgebildet werden, kommen sie jetzt so als «Gewürze» von aussen herein.

Mit einer weiteren Gruppe Exponate hat sich Bur in seinen jüngsten Arbeiten wieder explizit der Figurativen und speziell der figürlichen Malerei zugewandt. Thema ist unter andern die Fotografin, die quasi den Betrachter knipst und die zudem, weil im Bildzentrum platziert, dem Vorbeigehenden stets nachschaut. Markus Bur deutet damit an: «Fotografieren tun die andern. Ich male». In einer weiteren Arbeit wird ein durch eine angedeutete atmosphärisch lichte Halle schreitendes Paar dargestellt. Hier zeigt der gelernte Maschinenzeichner, dass er auch genaue Proportionen kennt, die er auf seiner langen Wegerfahrung zu beherrschen gelernt hat.

Öffnungszeiten Donnerstag 14.30 bis 20 Uhr, Freitag 14.30 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 17 Uhr. Finissage: Samstag, 5. Juli.

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