Der Sommer 2017 hatte eine Konstante: Alle drei Monate waren klar zu warm ausgefallen und fuhren ständige Zickzackmanöver von mehrtägigen Hitzewellen, die immer wieder durch Kaltlufteinbrüche beendet wurden. In dieser Manier trat auch der August auf, der mit einem Monatsmittel von 20,4 Grad ebenfalls rund 1,8 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfiel. Ähnliche, leicht höhere Werte gabs im Juni und Juli, sodass ein Sommermittel 2017 von 20,6 Grad resultierte.

Der Sommer vor zwei Jahren, 2015, hatte diesen Wert noch um ein gutes halbes Grad getoppt, und immer noch einsame Spitze bleibt der «Jahrtausendsommer» 2003 mit sage und schreibe 23 Grad über alle drei Monate hinweg. Damals musste die Region allerdings mit einer dreimonatigen Hitzewelle leben, die kaum je eine Kaltluft-Delle sah.

Einigermassen nass

Da war dieser August doch längst nicht so konstant, und deshalb konnten auch Regenmengen von rund 80 Litern pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und minim weniger in Solothurn verbucht werden. Das liegt zwar unter dem langjährigen Mittel, brachte aber immerhin die Sommerbilanz auf 90 Liter pro Monat in Solothurn – im Hitzesommer 2003 waren es nur gerade 70 Liter gewesen.

Heiss, aber leicht wechselhaft startete der Monat, aber erst nach einer Woche folgte die erste Zäsur mit einer Kaltfront und einer Serie von trüben, regnerischen Tagen, mit Tagesmaxima von gerade noch 15 Grad am 9./10. August. Auf die Monatshälfte hin setzte sich zwar wieder Hochdruckeinfluss durch, doch schraubte sich das Thermometer nur allmählich wieder in badi-taugliche Höhen – sehr zum Leidwesen der Schulkinder, die just ihre Ferien beendet hatten. Dafür lud die letzte Augustwoche nochmals zum Schwimmen in der Aare und abends zum Höckele im Garten oder in der Aaremeile der Stadt ein. Zuletzt verabschiedete sich der Sommer 2017 standesgemäss mit einer Tropennacht vom 30. auf den 31. August. Der letzte Tag des Monats brachte jedoch schon am Morgen viel Grau und zunehmend Regen – wenn auch längst nicht in dem Ausmass, wie es einige Wetter-Apps auch für unsere Region prognostiziert hatten: Über 50 Liter waren Anfang Woche für Donnerstag und Freitag angesagt gewesen – etwas mehr als 10 sind es an beiden Tagen geworden!

Hoffen wir, dass die Modelle nun wieder besser stimmen: Nach einem eher kühlen Wochenende wird es nächste Woche sonniger und wärmer, bei geringer Schauerneigung. Und Richtung Monatsmitte liegen durchaus einige Tage drin, wo die Badehose nochmals zum Thema wird.