Solothurn

Wann muss denn jetzt die Maske auf? Das sagt die Stadt dazu

Ein Bild, das in den kommenden Wochen zur Gewohnheit wird: Passanten in der Solothurner Altstadt mit Maske.

Ein Bild, das in den kommenden Wochen zur Gewohnheit wird: Passanten in der Solothurner Altstadt mit Maske.

Die Hälfte der Passanten trugen am Donnerstagnachmittag in der Solothurner Altstadt eine Maske. Und die Verantwortlichen der Stadt entschieden, wie man mit der Weisung des Bundes umgehen will.

Was gilt denn jetzt? Maske rauf oder Maske nicht nötig? Darin sind sich die Passanten am Donnerstagnachmittag in der Solothurner Altstadt ziemlich uneins. Respektive sie legen die neue Weisung des Bundesrates unterschiedlich aus, bei einigen ist sie sicher auch noch nicht angekommen. Diese besagt: «Im Freien müssen Masken in belebten Fussgängerbereichen von urbanen Zentren und Dorfkernen getragen werden.»

Unter die Kategorie belebte Fussgängerbereiche fallen in Solothurn häufig die Gurzelngasse, der Marktplatz und die Hauptgasse, wobei dies stark abhängig von Uhrzeit und Tag ist. Ein Augenschein am Donnerstag an diesen Orten zeigt, wenn man denn will, können die Abstände eingehalten werden. Und so tragen die Hälfte der Passanten eine Maske, die andere verzichtet darauf oder trägt sie lediglich um den Hals, wie auch der Blick auf die Strichliste des Autors zeigt: Von 200 notierten Passanten trugen 108 eine Maske, 92 andere verzichteten darauf. Was eine Maskentragquote von 54 Prozent ergibt.

Stadt appelliert an die Selbstverantwortung

Wie soll mit der neuen Weisung des Bundesrates umgegangen werden? Mit dieser Frage befasste sich am Donnerstag auch die Verantwortlichen der Stadt Solothurn. Dabei kam man zum Schluss, dass man keine fixen Bereiche festlegt, in denen grundsätzlich eine Maskenpflicht gilt. Eine solche gelte sicher immer an Anlässen, teilt Stadtschreiber Hansjörg Boll auf Anfrage mit. So muss in der Altstadt immer an Wochen- und Monatsmärkten eine Maske getragen werden. «Ansonsten immer dann, wenn gemäss Vorgaben des Bundes der Abstand nicht eingehalten wird. Hier appellieren wir an die Selbstverantwortung der Personen, dass sie die Maske möglichst tragen, wenn es viele Leute in der Stadt hat.»

Der erste grosse Test für die Maskentragpflicht steht in Solothurn somit am Samstagmorgen an, wenn der Märet viele Passanten in die Altstadt lockt. Um die Marktbesucher auf die neue Regel aufmerksam zu machen, wird die Stadt an den Eingängen zur Altstadt Plakatständer aufstellen. Zudem werden die am Märet anwesenden Stadtpolizisten ein Auge auf das Maskentragen haben.

Auch an Nicht-Markttagen wird die Stadtpolizei bei starkem Personenaufkommen in der Altstadt Präsenz zeigen, jedoch nicht speziell zur Kontrolle der Maskenpflicht, wie es von Seiten der Stadt heisst. Jedoch werden die Polizisten in der Anfangsphase Personen ohne Maske darauf aufmerksam machen und sie bitten eine Maske anzuziehen. Und wenn sich diese weigern der Bitte zu folgen? Dazu heisst es: «Sollten sich einzelne Personen sehr renitent zeigen und absolut keine Maske anziehen, so müssten diese bei der Staatsanwaltschaft verklagt werden, da eine Ordnungsbusse nicht möglich ist.»

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