Vizepräsidenten-Wahl
Walter hatte zwar die Nase vorn, ist aber nicht gewählt

Das Rennen um das Vizestadtpräsidium ist noch nicht entschieden, es kommt zu einem zweiten Wahlgang am 24. September. Pascal Walter (CVP) fehlten nicht ganz 50 Stimmen zum absoluten Mehr.

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Weder Walter noch Flück konnten die absolute Mehrheit erreichen.

Weder Walter noch Flück konnten die absolute Mehrheit erreichen.

Hansjörg Sahli

Zwar erzielte CVP-Kandidat Pascal Walter mit 2556 Stimmen einen relativ klaren Vorsprung gegenüber seinem grünen Kontrahenten Heinz Flück mit 2405 Stimmen, doch 227 Wählerinnen und Wähler mochten sich offenbar für keinen der Beiden entscheiden und legten leer ein. Dies schraubte das erforderliche absolute Mehr auf 2595 Stimmen, womit Walter nicht ganz 50 Stimmen zur Wahl fehlten. Am 24. September gilt dann das einfache Mehr.

Inzwischen kein Vize

Auffällig, dass der Grüne Heinz Flück fast 500 Stimmen mehr als Franziska Roth erhalten hatte, was darauf hindeutet, dass das Linkslager keineswegs geschlossen für die SP-Kandidatin votierte. Anders die Bürgerlichen: «Wir haben ebenso von Kurt Fluri profitiert wie sie von uns», meint CVP-Vizekandidat Pascal Walter und hofft, dass dies auch am 24. September so bleiben wird, auch wenn es dann wohl eine tiefere Stimmbeteiligung absetzen werde.

Für Heinz Flück ist dagegen eines klar: «Die Erfahrung hat weniger gezählt als die Parteizugehörigkeit.» Damit erklärt er sich seinen Rückstand von 151 Stimmen. «Doch ich werde nochmals antreten», hofft er auf eine Mobilisierung durch die im zweiten Wahlgang anberaumte Eidgenössische Abstimmung zur Altersreform.

«Schade, das er die Wahl um nur 50 Stimmen verpasst hat», fühlt die bisherige Vizestadtpräsidentin Barbara Streit mit ihrem jungen als Nachfolger vorgeschlagenen Parteikollegen mit. Für sie etwas verwirrend ist die eingetretene Situation. «Ich werde wohl länger machen müssen.»

Wird sie nicht, wie eine Konsultation von Stadtschreiber Hansjörg Boll und Kurt Fluri ergibt – gehört doch Streit nicht mehr dem Gemeinderat an. Ein wenig bedauert der Stadtpräsident den zweiten Wahlgang; «Ich hätte im August für ihren Nachfolger schon einige Ansprachentermine gehabt.» (ww)