Solothurn

Waldpark Wengistein wird geschützt

Das Känzeli des Waldparks Wengistein.

Das Känzeli des Waldparks Wengistein.

Eine Stunde früher als üblich startete der Bürgerrat seine Sitzung, die mit vielen Geschäften befrachtet war. Zentrales Thema: die Unterschutzstellung des Waldparks Wengistein.

Nachdem der Bürgerrat dem Baugesuch der Bar «The Dock» im Bürgerhaus zugestimmt hatte, wandte er sich Fragen der Einsiedelei, des Wengisteins und des Steinbruchareals zu. Für die Gesamtsanierung der Verenakapelle wurden von der entsprechenden Arbeitsgruppe bei drei von der kantonalen Denkmalpflege empfohlenen Architekturbüros mit einschlägigen Erfahrungen Offerten für ein Vorprojekt eingeholt. Der Bürgerrat beschloss, es solle mit einem Kostendach von 12 000 Franken an WWB Architekten Solothurn vergeben werden.

Waldpark unter Schutz

Der Waldpark Wengistein soll unter kantonalen Denkmalschutz gestellt werden, wie schon viele Teile – die Verenaschlucht, die Einsiedelei, die Wegkreuze – geschützt sind. Das beantragte die Forstkommission dem Bürgerrat. Die Bürgergemeinde Solothurn begründet ihre Daseinsberechtigung nicht zuletzt mit ihren Bemühungen um den Erhalt kultureller und historischer Objekte. Dazu kommt, dass von der Denkmalpflege erhebliche Beiträge in Aussicht gestellt wurden.

Das Zementgeländer auf dem Känzeli hat durch die letzten Unwetter erhebliche Schäden erlitten. Es soll, eingeschlossen die Sicherung der Fundamente, wieder instandgesetzt werden, schlug Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris als Sprecher der Verwaltung vor. Der Bürgerrat hiess den benötigten Investitions-Nachtragskredit von insgesamt 43 000 Franken gut und beauftragte Steinbildhauer Alois Herger mit der Sanierung des Zementgeländers.
Im Steinbruchareal mussten an den Gebäuden 27 und 27a (Neubau) zusätzlich Erneuerungs- und Ergänzungsarbeiten ausgeführt werden. Die Abrechnungen weisen aus, dass die Ende 2017 gesprochenen Kredite nicht ausgeschöpft wurden. Der Bürgerrat hiess die beiden Abrechnungen über insgesamt 223 000 Franken für den neuen Forstschopf und das bestehende Gebäude gut und beschloss, beide Gebäude von der Liegenschaftsrechnung der Verwaltung in den Forstbetrieb zu transferieren.

Klimaschutzprojekt Wald

Als grösste Waldbesitzerin im Kanton möchte die Bürgergemeinde einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, umso mehr, als sich das in Form von im Wald und seinen Bäumen kontrolliert eingelagerte Kohlendioxid als Zertifikate veräussern lassen könnte. Das Pilotprojekt «Klimaschutz Wald Solothurn» hat die Zielrichtung bestätigt. Um diese Ideen umzusetzen, soll ein Verein «Wald-Klimaschutz Schweiz» gegründet werden. Die Forstkommission hat vorgeschlagen, dass die Bürgergemeinde diesem Verein beitreten solle. Der Mitgliederbeitrag beträgt 500 Franken und eine nachfolgende Studie zur Machbarkeit eines Klimaprojektes durch den Forstbetriebsleiter würde noch einmal pauschal 2000 Franken kosten. Der Bürgerrat hiess diese Vorhaben gut.

Weitblick ohne Schnitzelheizung

Eine Besprechung zwischen der Bürgergemeinde und der Regio Energie Solothurn hat ergeben, dass im Projekt Weitblick frühestens 2024 eine Holzschnitzelheizung wieder Thema sein könnte, da genügend Fernwärme zur Verfügung steht. Das Thema «Holzschnitzelheizung im Projekt Weitblick» ist damit für die Arbeitsgruppe Energie der Bürgergemeinde vorerst erledigt. Sie soll aber nach dem Willen des Bürgerrates bestehen bleiben und die Überprüfungen hinsichtlich der Projekte Bellach Ost, Alters- und Pflegheim St. Katharinen sowie der Produktion von sogenannten Quali-Schnitzeln weiterführen.

15 von 19 Wohnungen weg

Der Bürgerratsausschuss legte den Schlussbericht «Überprüfung der Verwaltung» vor. Der Rat nahm davon Kenntnis und beschloss, die dort enthaltenen Empfehlungen als weiteres Vorgehen für eine kommende Bürgerratssitzung zu traktandieren. Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger berichtete zudem, dass der Wohnblock in der Spitzallmende Bellach fertiggestellt ist und 15 der 19 Wohnungen vermietet, zum Teil schon bezogen sind.

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