Vor zehn Jahren wurde das Projekt «Waldpark Wengistein» beschlossen. Dafür wurde ein Kredit von einer Million Franken vorgesehen, wovon die Bürgergemeinde 30 Prozent zu übernehmen gewillt war. 2010 wurde das Projekt mangels Fremdfinanzierung vorerst auf ein Jahr sistiert.

Seither liessen sich keine weiteren Geldquellen finden und der Forstbetrieb erledigte folglich nur die nötigsten Unterhaltsarbeiten. Deshalb befindet sich die Infrastruktur – Fusswege, Pfade, Grill- und Spielplatz, Wiese – in entsprechend schlechtem Zustand, so dass Teile davon aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten.

Mit Regierungsratsbeschluss vom 28. März 2017 wurde das kantonale «Naturreservat Verenaschlucht» mit den dazugehörenden Sonderbauvorschriften rechtskräftig. Bei der Überprüfung der dortigen Infrastrukturen wurde festgestellt, dass in den kommenden Jahren für die Bürgergemeinde weiterer Handlungsbedarf besteht. Mit der Instandstellung und Aufwertung des Naherholungsgebietes Verenaschlucht soll der Bevölkerung weiterhin ein Ort der Erholung geboten werden.

Deshalb sprach der Bürgerrat als Sofortmassnahme für notfallmässige Sanierungen einen Nachtragskredit von 15'000 Franken. Zudem drängt sich eine Neubeurteilung des komplexen Projektes Waldpflegewerk auf, weshalb der Bürgerrat den Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris beauftragte, ein Konzept für den Erhalt und die Aufwertung des Naherholungsgebietes Verenaschlucht vorzulegen.

Altersheim: Wie weiter?

Die Bürgergemeinde Solothurn betreibt ein Alters- und Pflegheim in den beiden Häusern St. Katharinen und Thüringenhaus. Letzteres erfüllt kantonale Vorgaben nicht mehr und muss umgebaut oder ersetzt werden. Mit einem externen Berater wurde unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit abgeklärt, wie weiter zu verfahren sei. Dem Bürgerrat lagen nun drei Varianten vor, von denen eine oder mehrere der ausserordentlichen Bürgerversammlung vom 24. April zum Entscheid vorgelegt werden soll.

Die Variante A sieht den Verkauf des Thüringenhauses und eine Konzentration in St. Katharinen vor. Dort müsste ein neuer Bau für 20 und ein Umbau für weitere zehn Plätze im Altbau realisiert werden. Damit würden 62 bis 72 Plätze zur Verfügung stehen.
Die Variante B sieht den Umbau des Thüringenhauses gemäss den Auflagen vor; St. Katharinen würde im jetzigen Zustand weiterbetrieben. Auch dabei geht man von 62 Plätzen aus. Die Variante C setzt sich aus der Variante A und einem Umbau des Thüringenhauses in Einheiten für ein begleitetes Wohnen im Alter zusammen. Zu den 62 Pflegeplätzen kämen 22 Wohnungen.

Der Bürgerrat tendierte nach eingehender Diskussion eindeutig zur Variante A, will aber noch weitere Überlegungen anstellen und in der nächsten Sitzung endgültig beschliessen, welche Variante der Bürgerversammlung am 24. April vorgelegt werden soll.