Solothurn

Wahlbüros haben nur noch am Sonntag offen

Viele werfen ihre Wahlunterlagen in den Briefkasten. (Archiv)

Viele werfen ihre Wahlunterlagen in den Briefkasten. (Archiv)

Immer weniger Stimmbürger nutzen die Möglöichkeit, am Samstag an die Urne zu gehen. Deshalb hat der Gemeinderat festgelegt, dass künftig die Wahlbüros in der Stadt Solothurn nur noch am Sonntag geöffnet sein werden.

Angeregt durch die Interpellation von Urs Unterlerchner «Sind die Öffnungszeiten der Wahllokale noch zeitgemäss?» hat die Stadtkanzlei die Nutzung der Wahlbüros genauer analysiert. In den letzten Jahren stimmten jeweils zwischen 90 und 95 Prozent der Stimmenden schriftlich ab. «Umgerechnet auf Personen bedeutet dies, dass zwischen 250 und 500 Personen am Samstag oder Sonntag an die Urne gehen», heisst es in einer Mitteilung der Einwohnergemeinde.

Die Entwicklung der Urnenwähler sei über die letzten 10 Jahre leicht rückläufig. Gingen im Jahr 2007 noch durchschnittlich 9,2 Prozent an die Urne, waren es 2017 noch 7,7 Prozent. Die Stadtkanzlei stellte daher den Antrag, dass das Wahlbüro im Gemeindehaus am Samstagmorgen geschlossen bleiben soll. Dies nicht nur wegen der geringen Anzahl von Stimmberechtigten, die dieses Angebot nutzen, sondern auch, weil sich dort ein Briefkasten befindet, in den die Stimmunterlagen gesteckt werden können. «Viele Leute kamen jeweils mit den bereits verpackten Abstimmungscouverts nur ins Wahlbüro, weil sich die Türe automatisch öffnete», so die Stadtkanzlei.

Aus diesen Gründen hat der Gemeinderat entschieden, dass die beiden Wahlbüros im Weststadtschulhaus (wie bisher) und im Gemeindehaus (neu) nur noch am Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet sein werden. Diese neue Regelung gilt erstmals am Abstimmungswochenende vom 19. Mai 2019. (egs)

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