Solothurn
«Wagabunten» lancieren eine Petition

Die alternativ lebende Kommune will auf ihrem Wagenplatz in Solothurn bleiben. Im Internet wurde nun eine Petition lanciert.

Drucken
Teilen
Wo der Feldweg der Oberhofstrasse von der Grabackerstrasse abzweigt beginnt das Camp der Wagabunten.
8 Bilder
Vor den Hochhäusern des Sonnenparks ducken sich die Wohn- und anderen Wagen.
Der Frühling bringt ein Ulitmatum der Stadt.
Keine Mauer, aber eine Stoffbahn dient als Sichtschutz.
Das Wagendörfli der Wagabunten an der Oberdorfstrasse
Gas ist neben der Sonne eine eingesetzte Energiequelle.
Das Wagendörfli von Westen her.
Unterschiedliche Wohnformen in der Weststadt.

Wo der Feldweg der Oberhofstrasse von der Grabackerstrasse abzweigt beginnt das Camp der Wagabunten.

Wolfgang Wagmann

Die alternative Stadtsolothurner Wohnkommune «Wagabunten», die ihren Wagenplatz auf städtischem Wiesland aufgestellt hat, wehrt sich mit einer Internetpetition für den Verbleib.

In dem an die Stadt und den Kanton gerichteten Schreiben fordern sie einerseits Toleranz für alternative und non-konforme Wohnformen und andererseits einen festen Standplatz. «Für arbeitende, steuerzahlende Menschen ist es sinnlos, alle paar Monate umherzuziehen.»

Es müsse gesetzlich auch in Solothurn möglich sein, sich für ein alternatives Leben zu entscheiden. «Brachliegende und ungenutzte Flächen sollen durch kreative Nutzung belebt werden dürfen. Es soll möglich sein, auch ausserhalb von Campingzonen legal in Wohnwägen zu leben.»

Die Gruppe junger Menschen lebt nach eigenen Angaben «ohne Konsumzwang, ohne Atomenergie, dafür mit viel Gemeinschaftssinn». Bis Sonntagnachmittag haben über 540 Personen die Petition im Internet unterzeichnet.

Stadtpräsident Kurt Fluri hat die Räumung des Areals angedroht, nachdem ausgehandelte Vereinbarungen über die Nutzung der gebilligten Standorte nicht eingehalten worden seien. Ein von Fluri vor Wochen schon gestelltes Ultimatum ist – bisher – folgenlos verstrichen. (lfh)