Solothurn

«Wagabunten» haben etwas gegen «Stadtverbot» und reichen Beschwerde ein

Die Wagabunten sind bereit ihren jetzigen Standort zu verlassen.

Die Wagabunten sind bereit ihren jetzigen Standort zu verlassen.

Die «Wagabunten» wollen den Standort bis 10. August verlassen, reichen aber gleichzeitig Einsprache gegen den Erlass ein, ganz aus der Stadt verbannt zu werden.

Die «Wagabunten» müssen weg – das Wagendörfli muss bis am 10. August geräumt sein, ansonsten würden eine Anzeige und die Zwangsräumung drohen. Die Bewohner des Wagendorfs bestätigen nun, dass sie dies auch tun werden. Sie würden die am 12. Mai veröffentlichte Wiederherstellungsverfügung der Stadtsolothurner Baukommission akzeptieren, seien allerdings mit einer darin aufgeführten Bedingung nicht einverstanden, schreiben sie in einem Communiqué.

Die siebenköpfige Kommune ist aber nicht mit allem einverstanden. Sie empfindet Punkt neun der Verfügung als «eigentliches Stadtverbot». Dort heisst es: «Sollten die Bewohner der Wagensiedlung auf ein anderes städtisches Grundstück umziehen, werden die Stadtpolizei und der Werkhof ersucht, den neuen Standort sofort und formlos zu räumen.»

Die Stadt Solothurn könne demnach das Gelände der Gruppe ohne richterliche Verfügung räumen.

Die «Wagabunten» sprechen im Communiqué davon, dass die Baukommission «ausserhalb ihrer Kompetenzen gehandelt» habe, deswegen reichten die Wagenbewohner am Mittwoch eine Einsprache beim Stadtpräsidenten Kurt Fluri ein.

Rückendeckung erhalten die Wagabunten unter anderem von einem Teil der Bevölkerung. Rund 1400 Unterschriften, davon 540 aus der Stadt Solothurn, bekundeten so Solidarität mit der Wagenkommune in der Weststadt. Die Petition wurde diese Woche an Stadtpräsident Kurt Fluri überreicht. (nac/ak)

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