Strassenaktion

Waffen zum Schleuderpreis am Kreuzackerquai

Inszenierter Waffenhandel: Amnesty Jugendgruppe Solothurn

Inszenierter Waffenhandel: Amnesty Jugendgruppe Solothurn

Mit einer Strassenaktion machte die kürzlich gegründete Amnesty International Jugendgruppe Solothurn auf eine Petition gegen den internationalen Waffenhandel aufmerksam. Die Inszenierung war aber auch ein gelungenes Stück Eigenwerbung.

Sirenengeheul am Donnerstagabend erregte die Aufmerksamkeit zahlreicher Gäste der Hafenbar. Ein Mann in Schale bot bei der Kreuzackerbrücke via Megaphon Waffen zum Kauf an, «zum einmaligen Schleuderpreis». Tatsächlich näherte sich ihm ein Typ in Tarnjacke und mit einer Sturmmütze vermummt. Ein Terrorist wohl. Ein Handel kam jedenfalls zustande und der Waffenhändler entfernte sich.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Der Waffenkäufer begann um sich zu schiessen. Schreiend rannten fünf Jugendliche umher, ehe sie zusammenbrachen. In diesem Moment nahte ein Trupp junger Aktivisten der Amnesty Jugendgruppe Solothurn mit grossen gelben Papphänden und einem Amnestybanner. 

Mit der Aktion machten die Jugendlichen auf eine Petition gegen Waffenhandel aufmerksam

Mit der Aktion machten die Jugendlichen auf eine Petition gegen Waffenhandel aufmerksam

Petition gegen Waffenhandel

«Hände hoch für Waffenkontrolle», klärte nun der Darsteller des Waffenhändlers auf: «Im Juli wird vor der UNO ein internationaler Waffenhandelsvertrag ausgehandelt.» Amnesty International fordere mit einer Petition alle Länder auf, den Waffenhandel möglichst strikt und ohne Ausnahmen zu regeln.

Die vielen Unterschriften, welche die kürzlich gegründete Amnesty Jugendgruppe Solothurn danach sammelte, zeigen, dass ihre coole Strassenaktion gelungen ist. (ark)

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