Solothurn

Vorstadt-Schule soll um einen langen Pavillon erweitert werden

Das Vorstadt-Schulhaus wird ergänzt.

Das Vorstadt-Schulhaus wird ergänzt.

Das Siegerprojekt für den Erweiterungsbau der Schulanlage Vorstadt in Solothurn steht fest.

Die Entwicklung der Schülerzahlen zeichnen den Kurs vor: Es braucht mehr Schulraum in Solothurn. Und so ist auch auf der Schulanlage Vorstadt ein Erweiterungsbau für Kindergärten und Spezialräume (Musikraum und Bibliothek) geplant. Vorausgegangen war dem Bauvorhaben ein Gemeinderatsentscheid von 2016, der vorsah, die erweiterte Schulraumplanung mit Kindergarten- und Tagesschulraumkonzept anzugehen.

Um ein qualitativ überzeugendes Projekt realisieren zu können, führte das Stadtbauamt einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durch und kürte nun einen Sieger. Das Projekt «Im Schulpark» der Architektengemeinschaft Wahlirüefli & Rollimarchini Architekten AG Biel/Bern machte das Rennen. Für die landschaftliche Gestaltung wurde die Hänggi Basler Landschaftsarchitektur GmbH aus Bern gewählt. Laut Medienmitteilung der Stadt setze das Siegerprojekt das vorgegebene Raumprogramm hervorragend um und überzeuge mit einer zurückhaltenden Architektur in der schützenswerten Schulanlage.

Die naturnahe Anlage bewahren

Ebenfalls waren für den Erweiterungsbau der Kindergärten und der Spezialräume für die Primarschule auf der vorhandenen Schulanlage Vorstadt nachhaltige und wirtschaftlich interessante Projektvorschläge erwartet worden. Spezielle geschützte Aussenräume für Kindergartenkinder und eine neue altersgerechte Sportanlage sollten die bestehende naturnahe Anlage rücksichtsvoll ergänzen, so die Vorgabe.

Insgesamt 45 Planerteams bewarben sich daraufhin für den offen ausgeschriebenen selektiven Projektwettbewerb. Davon lud das Stadtbauamt zehn Planerteams und zwei Nachwuchsbüros zur Erarbeitung eines Projektes ein. Alle Projekteingaben trafen fristgerecht beim Stadtbauamt ein. In mehreren Ausscheidungsrunden beurteilte und analysierte die eingesetzte Jury die eingegangen Bewerbungen für das Bauvorhaben.

Hinter dem Siegerprojekt «Im Schulpark» positionierten sich «Fritz» von Luna Productions GmbH (Deitingen) und Naturgartenleben GmbH (Münchenbuchsee), dann «Le bonheure est dans le pré» von Bienert Kintat Architekten GmbH (Zürich) und Graber Allemann Landschaftsarchitektur GmbH (Altendorf), weiter «Mowgli» von Spaceshop Architekten GmbH (Biel) und Weber + Brönnimann AG (Bern), sowie «Dipsy+» von MLZD (Biel) und Kolb Landschaftsarchitektur (Zürich).

Heutige Qualität übernehmen

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: Als Sachjury amteten Nele Hölzer, Schulleiterin Vorstadt, Irène Schori, Schuldirektorin, und Laura Gantenbein als Vertreterin des Gemeinderates. Die Fachjury bestand aus: Landschaftsarchitektin Marie-Noelle Adolph, Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, Architekt Silvio Ragaz, Architekt Martin Stuber, und Lukas Reichmuth, Chef Hochbau. Begleitet wurde der Wettbewerb von Andrea Kaiser, Projektleiterin Hochbau.

Das Siegerprojekt sieht ein langgestrecktes, eingeschossiges Pavillongebäude mit Satteldach auf der Ostseite der Parzelle vor. «Mit einer geschickten Positionierung dieses neuen Pavillongebäudes, in Holzelement-Systembauweise, ordnet sich der Neubau in die bestehende Schulanlage ein und führt deren ursprüngliches Konzept subtil weiter», schreibt die Stadt. Die gleiche respektvolle Zurückhaltung sei auch im Aussenraum spürbar, der soweit wie möglich die heutige Qualität beibehalte. (egs)

Austellung Die Projekte werden im dritten Obergeschoss der Stadtpolizei präsentiert: Di, 25. bis Fr, 28. Sept. von 16 bis 18 Uhr. Sa, 29. und So, 30. Sept. von 14 bis 17 Uhr-. Mo, 1. bis Mi, 3. Okt. 16 bis 18 Uhr. Vollständiger Jurybericht unter www.stadt-solothurn.ch.

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