Solothurn

Vor der Kredit-Vergabe sollen die alten Verträge geprüft werden – doch was beinhalten sie?

Der FC Solothurn benötigt einen Ausbau der Stadion-Infrastruktur. (Archiv)

Der FC Solothurn benötigt einen Ausbau der Stadion-Infrastruktur. (Archiv)

Der Gemeinderat wies am Dienstag den 2,6-Mio.-Kredit zurück. Die Stadt als Eigentümerin solle zuerst den Vertrag mit dem Nutzniesser der Sanierung, dem FC Solothurn, anschauen. Was beinhaltet dieser?

Seit 1930 besass der FC Solothurn den Sportplatz an der Brühlgrabenstrasse mit dem Tribünen- und drei Kassengebäuden; 1973 mit einer Katasterschatzung von 167'250 Franken ausgewiesen. Damals erwarb die Stadt die Anlage für 500'000 Franken. Die Stadt wollte sich das Areal für das damals geplante Sportzentrum mit einem Stadion-Neubau sichern. Der FCS profitierte insofern, als die Stadt dessen Schuldenberg von 283'000 Franken mit dem Kaufpreis tilgte. Der Verein gab aber damit 30'000 Quadratmeter Land für die halbe Million ab, auf dem nie das in einer Volksabstimmung verworfene Sportzentrum realisiert wurde, aber später auf einem Teil des Landes immerhin das Schulhaus Brühl.

Die Stadt übernahm 1973 den Anlage-Unterhalt, stellte einen Abwart, versprach die Tribünen-Sanierung (!), verlieh das primäre Nutzungsrecht unentgeltlich bis zum Neubau eines Stadions und gestand dem Verein die Einnahmen aus der Stadion-Beiz und -Reklame zu.

1991 hielt eine Zusatzvereinbarung fest, dass kein neues Stadion, aber für 2,3 Mio. Franken ein Tribünenanbau erstellt wird, an dem sich der FCS mit 200'000 Franken beteiligt. 2008 wurde vereinbart, dass die Platzbenützung nicht mehr unentgeltlich sei, sondern die um 50 Prozent reduzierten Gebühren der Stadt fällig seien. (ww)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1