Stadttheater
Vor dem Urnengang gehts im Stadttheater Backstage

Über die Sanierungsfrage beim Stadttheater wirft man einen Blick aufs Abstimmungsheft für den 11.März – oder ins Theater selbst. So boten Theaterdirektor Beat Wyrsch und Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts, einen Rundgang an.

Andreas Kaufmann
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 Theaterdirektor Beat Wyrsch begrüsst die interessierten Besucher. (Fotos: Andreas Kaufmann)
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 Der Requisitendachboden des Stadttheaters (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Der Requisitendachboden des Stadttheaters (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Theaterdirektor Beat Wyrsch auf dem Rundgang durchs Haus (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Paul Strugalla, technischer Leiter in Solothurn, erläutert die Veränderungen in Sachen Bühnentechnik. (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Einblick in die anstehenden Veränderungen im Theatersaal (Fotos: Andreas Kaufmann)
Rundgang im Stadttheater vor der Urnenabstimmung am 11. März
 Einblick in die anstehenden Veränderungen im Theatersaal (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes, erläutert die anstehenden Arbeiten am Krieg-Haus. (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Gerade im Krieg-Haus ist die Notwendigkeit einer Sanierung augenfällig. (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Theaterdirektor Beat Wyrsch betont die Wichtigkeit der Solothurner Theaterkultur. (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Theaterdirektor Beat Wyrsch betont die Wichtigkeit der Solothurner Theaterkultur. (Fotos: Andreas Kaufmann)

Theaterdirektor Beat Wyrsch begrüsst die interessierten Besucher. (Fotos: Andreas Kaufmann)

Rund 35 Interessierte kamen am Montagabend. «Dies gibt mir eine Orientierung für die Abstimmung», sagt Besucher Urs Ochsenbein, «obschon meine Meinung schon zu 80 Prozent pro Sanierung gefasst ist.» Interessehalber reingeschaut hat Thomas Faas, Luterbach. Obwohl nicht abstimmungsberechtigt, gelangt er zum Schluss: «Mir fehlt das Verständnis, dass man sowas ablehnen könnte. Schon in Wiesbaden, wo ich herkomme, habe ich viel Gutes über dieses Stadttheater gehört.»

Es könnte brenzlig werden

Ungeachtet, mit welcher Grundhaltung man an den Anlass kam: Das Sightseeing sprach Bände. «Für bis zu 50 Theaterschaffende müssen zwei Lavabos und eine Dusche genügen», so Wyrsch. Das Haus Krieg präsentiert sich in einem baufälligen Zustand, der für sich selbst spricht: «Die Tragstruktur bliebe durch die Sanierung erhalten, zum Teil auch die Holzbalken», sagt Lenggenhager.

Die labyrinthartigen Gänge hinter der Bühne deuten auf feuerpolizeiliche Mängel hin: «Die Fluchtwege im Theater sind eingeschränkt», so Lenggenhager. Auch in der Requisitenkammer im Dachgeschoss könnte es brenzlig werden: Ein nicht hitzebeständiges Metallgerüst, auch Windverband genannt, dient der Stabilisierung des Dachs, «aber wenn die Träger bei einem Brand schmelzen, muss man sich beeilen, aus dem Theatersaal zu gelangen», so Wyrsch. Auf der Bühne wagt Paul Strugalla, technischer Leiter, einen Ausblick auf die Verbesserungen bei einem Umbau: «Die Akustik würde so optimiert, dass an jedem Platz der Klang derselbe ist.» Darüber hinaus würden Beleuchtung, Sichtverhältnisse aber auch Sitzkomfort verbessert.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Im Anschluss an die Führung wäre eine Podiumsdiskussion pro und kontra Sanierung geplant gewesen. Mangels Gegner wurde lediglich eine Fragerunde durchgeführt. Zwar waren dabei auch kritische Töne zu den hohen Kosten der Sanierung oder zu den niedrigen Löhnen für Theaterangestellte zu hören. Dennoch sprachen die Besucher mehrheitlich ihr Lob für eine Theaterarbeit unter erschwerten Bedingungen aus. Oder wie ein Besucher zitierte: «Knappheit der Mittel schärft die Sinne.» Dies sei Wyrsch und seinem Team gelungen.

Weitere Führungen Sa, 3. März, 17 Uhr; So, 4.März, 11 Uhr. Dauer: 45 Minuten.