Géraldine Ruckstuhl, die 19-jährige Schweizer Rekordhalterin im Siebenkampf, trainiert auf dem neuen Gerät, der 32-jährige Skistar Carlo Janka nutzte das seltsam aussehende Teil, um sich nach seinem Kreuzbandriss wieder in Form zu bringen, und am vergangenen Sonntag stieg sogar der 69-jährige Kurt «Aeschbi» Aeschbacher in seiner Talkshow auf den «SensoPro».

Koordination, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit. Das von Berner Sportstudenten entwickelte und in Wimmis gebaute Gerät soll alles auf einmal fördern.

Erstmals in der Region

Als erster Fitnesspark in der Region hat sich das Solothurner «Athena» vor einer Woche einen «SensoPro» besorgt. «Die Leute sind schlicht begeistert», beschreibt Inhaber Marcel Pesse die Reaktion seiner Kundschaft. «Ich überlege mir bereits nach einer Woche, wo ich in unserem Fitnessstudio noch etwas Platz für einen zweiten ‹SensoPro› schaffen könnte.»

So funktionierts: Man stellt sich auf zwei Kunststoffbänder, die elastisch am Rahmen angebracht sind. Sofort werden die kleinen, längst vergessenen Muskeln rund ums Knie gefordert, um die Balance herzustellen. Rund herum gibt es elastische Seile, an denen man sich je nach Bedarf zusätzlichen Halt holen kann.

Auf dem Bildschirm kann man sich das passende Programm aussuchen. Die Überraschung: Man muss sich bei den simplen Übungen derart auf die vielen kleinen Ausgleichsbewegungen konzentrieren, dass man zunächst die Anstrengung gar nicht spürt. «Weil die Übungen so faszinierend wirken, sind alle auf wenige Minuten beschränkt. Sonst würde man sich ganz einfach überfordern», erklärt Marcel Pesse.

Vor allem fürs Gehirn

«‹SensoPro› trainiert vor allem das Gehirn, nicht nur die Muskeln», sagt Ernst Wettstein, pensionierter Lehrer, schlichtweg begeistert. Er spüre am eigenen Leib, dass mit den Jahren die Nervenverbindungen zwischen Gehirn und Muskeln langsamer und die Reaktionszeiten länger geworden sind. «Mit ‹SensoPro› trainiere ich meine Konzentration und mein Gleichgewichtsgefühl. Das perfekte Training, um in meinem Alter fit und beweglich zu bleiben.» Das Fazit ist eine Warnung: Dieses Sportgerät kann süchtig machen.

Ernst Wettstein trainiert auf dem «SensoPro».