«Bodebös» schauts in der Vorstadt, genauer an der Berntorstrasse aus. Die Baukolonnen sind verschwunden mitsamt Trax und Dampfwalzi. Dennoch taucht ständig die Frage auf: «Bleibt das so?» Und klagend, fragend deutete der Zeigefinger Richtung Trottoir West. Dort macht sich trivial und schwarz Teer breit, während im Osten vor dem «Roten Ochsen» und der ehemaligen «Sonne» alles feinstens gepflästert ist. Irritiert sind Fragende von der Antwort: «Nein, das bleibt so!»

Immerhin, das filigran gestaltete Kein-Vortritt-Inseli bei der Einmündung des Oberen Winkels nötigt dem Ästheten ein Lächeln ab. Ein anerkennendes? Ach lassen wir das. Der Teer auf dem einen Trottoir soll handicapierten Mitmenschen entgegenkommen. War das auch die Absicht beim vergossenen Asphalt vor dem Stadttheater? Wenn dem so ist, wäre dies immerhin ehrlich.

Strandboden erleben ist in Solothurn so eine Sache. Immerhin macht das Aaremätteli unter Markus Moerlers «Dock» solches wieder erlebbar. Sicher ein Gewinn ist das neue Sitzbänkli auf dem Aareplattförmli vor der Wengibrücke. Eine Rückenlehne hats zwar nicht, was jeglicher Logik entbehrt. Denn dort ist ja klar, wie man sich hinsetzt: mit Blick auf die Aare und den Landhausquai. Oder doch umgekehrt? Damit uns nicht entgeht, wer aufs «Mätteli» oder die «Dock»-Terrasse sticht? Also gar keine eindeutige Geschichte, die mit dem Bänkli. Denn es gilt auch dort: Wie Du sitzt, so siehst Du.

«Boden-Building» ist derzeit an den Bushaltestellen auf dem Bahnhofplatz angesagt. In der Endphase kommt es noch zum «Boden-Painting» und wir wissen: Jetzt sind sie bald fertig. Gegen Ende November wärs dann so weit. Diesmal gehts um «Sanierungsmassnahmen an der Fahrbahnoberfläche sowie an den Randabschlüssen» bei den Buskanten A, B und C. Dazu werden die Unterböden mit Beton verstärkt. Aha! Die Haltestellen des Busses werden temporär verlegt, die Fahrspuren lokal verengt und die Fussgänger in der Baustelle umgeleitet. Aber das haben die Betroffenen wohl schon gemerkt. Und merken es auch, wenn wieder alles anders ist. Also hüpfen wir zum nächsten Thema. Obwohl: So alt ist unser neuer Bahnhofplatz ja noch gar nicht. Oder doch?

Am Boden zerstört sind alle, die auf einen ewigen Sommer gehofft haben. Bodennebel haben wir zwar noch keinen gesehen, aber Hochnebel, an den gewöhnen wir uns kaum. Zeit, bald die Zeit umzustellen. Dann sieht man ihn abends weniger lange.